
Bad Salzuflen. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A2 ist in der Nacht zum Samstag, 17. Oktober, ein 30-jähriger Mann aus Bad Salzuflen ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Dortmund für die umfangreichen Rettungs-, Bergungs- und Ermittlungsarbeiten bis in die Mittagsstunden voll gesperrt werden.
Gegen 0.15 Uhr wurden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf die A2 zwischen den Anschlussstellen Herford-Bad Salzuflen und Ostwestfalen-Lippe alarmiert. Nach den bisherigen Erkenntnissen waren dort aus bislang ungeklärter Ursache ein VW Golf, ein Mercedes-Benz und ein polnischer Kleintransporter des Herstellers Renault miteinander kollidiert. Die Fahrzeuge kamen schwer beschädigt auf der Fahrbahn zum Stehen.

Das Ausmaß der Kollision war erheblich: Das Trümmerfeld erstreckte sich über mehrere hundert Meter und verteilte sich über die gesamte Fahrbahnbreite. Ein weiterer Pkw, ein Audi, fuhr anschließend über auf der Fahrbahn liegende Fahrzeugteile und wurde dabei leicht beschädigt. Für den 30-jährigen Fahrer des VW Golf aus Bad Salzuflen kam jede Hilfe zu spät. Er erlitt bei dem Unfall tödliche Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle.
Schwer verletzt wurden der 26-jährige Fahrer des Mercedes-Benz aus Gütersloh sowie seine 26 Jahre alte Beifahrerin, ebenfalls aus Gütersloh. Schwere Verletzungen erlitt auch der 20-jährige Fahrer des polnischen Renault-Kleintransporters. Die Verletzten wurden nach ihrer notärztlichen Versorgung mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die 22-jährige Fahrerin des Audi aus Schloß Holte-Stukenbrock blieb unverletzt.
Mehrere Insassen waren nach dem Zusammenstoß in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit technischem Gerät befreit werden. Insgesamt waren vier Rettungswagen, zwei Notärzte und rund 50 Feuerwehrkräfte im Einsatz.
Da zeitweise nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch eine weitere Person im Unfallbereich befand, setzte die Feuerwehr Bad Salzuflen zusätzlich ihre Drohneneinheit ein. Der Bereich zwischen der Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe und der nahegelegenen Raststätte wurde aus der Luft abgesucht. Die Suchmaßnahmen verliefen jedoch ohne Feststellungen.
Während die Löschgruppe Bad Salzuflen den örtlichen Grundschutz sicherstellte, arbeiteten die übrigen Einsatzkräfte die Unfallfolgen ab. Gegen 5 Uhr konnten die meisten Feuerwehrkräfte wieder einrücken.
Zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens wurde das Verkehrsunfallaufnahme-Team der Polizei Bielefeld hinzugezogen. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls dauern an.
Für die Dauer der Unfallaufnahme, der Bergungsarbeiten und der Reinigung der Fahrbahn blieb die A2 in Fahrtrichtung Dortmund vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Herford-Bad Salzuflen von der Autobahn abgeleitet. Erst um 12.29 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Zum Beginn der Herbstferien führte die Sperrung zeitweise zu einem mehrere Kilometer langen Rückstau.
Der entstandene Sachschaden wird nach Angaben der Polizei auf rund 40.000 Euro geschätzt. Weitere Erkenntnisse zur Unfallursache liegen bislang nicht vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.





