Lübbecke. Nach einem mutmaßlichen Angriff auf seine getrennt lebende Ehefrau sitzt ein 57-jähriger Mann aus Lübbecke in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt. Ein Haftrichter erließ inzwischen Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
Der Vorfall ereignete sich am Freitag, 23. Oktober. Gegen 14.05 Uhr meldete eine 48-jährige Frau der Leitstelle der Polizei Minden-Lübbecke, dass ihr Ehemann sie mit einer Axt geschlagen habe. Nach ihren Angaben flüchtete sie anschließend mit ihrem Auto vom Tatort, einer Wohnung an der Gerhardstraße in Lübbecke.
Anwesende Personen sollen den 57-Jährigen daran gehindert haben, die Tat fortzusetzen. Auf Grundlage der ersten Ermittlungen stufte die zuständige Staatsanwaltschaft Bielefeld den Fall als versuchtes Tötungsdelikt ein.
Die Frau erlitt leichte Verletzungen. Sie wurde vom alarmierten Rettungsdienst medizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Polizeikräfte nahmen den 57-Jährigen im Nahbereich der Gerhardstraße fest. Die weiteren Ermittlungen übernahm eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Bielefeld. Das Ermittlerteam setzte sich überwiegend aus Beamtinnen und Beamten der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke zusammen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde der Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit am Samstag, 24. Oktober 2026, dem Amtsgericht Bielefeld vorgeführt. Der zuständige Haftrichter folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
Die weiteren Ermittlungen werden von der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke geführt.




