Einsatzkräfte löschen das Feuer in der Heimstättenstraße. Dabei brennt ein Blumengeschäft komplett nieder. Das Archivfoto zeigt Feuewehrleute an anderer Stelle beim gleichartigen Versuch, einen Brand unter Kontrolle zu bringen. Foto: Feuerwehr Detmold/Marco Schweiger

Detmold. Es war kurz nach zwei Uhr morgens, als die Nacht in der Heimstättenstraße jäh erleuchtet wurde. Friedliche, stille Dunkelheit ging plötzlich in grelle Flammen, Rauch und Blaulicht-Getöse über. Ein Floristikbetrieb stand in hellen Flammen. Was sich dort in den frühen Morgenstunden des Mittwochs (4. November) abspielte, entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem dramatischen Feuerwehreinsatz.


Chronik der Ereignisse: Gegen 2 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei alarmiert. Als die Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, bot sich ihnen ein erschreckendes Bild: Das Blumengeschäft stand in Flammen. Das Feuer hatte sich offenbar bereits so weit ausgebreitet, dass für den Betrieb nichts mehr zu retten war. Die Flammen fraßen sich durch die Einrichtung und verwandelten das Geschäft in eine ausgebrannte Ruine. Von der einstigen floristischen Geschäftigkeit blieb schließlich nur ein Bild der Zerstörung.

Doch damit war die Gefahr längst nicht gebannt. Unmittelbar neben dem brennenden Betrieb befand sich ein Wohnhaus. Ein Albtraum für die Bewohner und eine zusätzliche Herausforderung für die Feuerwehr. Denn hätte das Feuer auf das angrenzende Gebäude übergegriffen, hätte aus dem ohnehin schon verheerenden Brand eine Katastrophe mit möglicherweise weitreichenderen Folgen werden können.

Die Feuerwehr konzentrierte sich deshalb nicht nur darauf, den Brand unter Kontrolle zu bringen, sondern musste zugleich verhindern, dass die Flammen auf das Nachbarhaus übergriffen. Ein Wettlauf gegen die Zeit begann. Mit ihrem entschlossenen Einsatz gelang es den Feuerwehrleuten schließlich, das Wohngebäude vor dem Feuer zu bewahren. Das Schlimmste konnte verhindert werden.

Für das Blumengeschäft allerdings kam jede Hilfe zu spät. Es brannte vollständig aus. Zurück blieb ein erheblicher Sachschaden. Immerhin gab es eine gute Nachricht inmitten der Verwüstung: Niemand wurde verletzt.

Während die Einsatzkräfte noch mit den Folgen des Brandes beschäftigt waren, begann für die Ermittler die Suche nach der Ursache. Wie konnte ein Feuer entstehen, das innerhalb kurzer Zeit einen ganzen Geschäftsbetrieb vernichtete? Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei deutet vieles auf einen technischen Defekt hin. Ausgerechnet batteriebetriebene Lichterketten sollen das Feuer ausgelöst haben.

Eine bittere Ironie: Kleine Lichter, die eigentlich für stimmungsvolle Beleuchtung sorgen sollten, könnten zum Ausgangspunkt eines verheerenden Brandes geworden sein. Was als dekorative Lichtquelle gedacht war, entwickelte sich offenbar zu einer folgenschweren Gefahrenquelle.

Die Schadenssumme wird nach ersten Schätzungen auf mehrere Zehntausend Euro beziffert. Für den betroffenen Betrieb bedeutet das nicht nur einen erheblichen finanziellen Verlust, sondern auch das Ende eines Geschäftsbetriebs, der innerhalb weniger Stunden den Flammen zum Opfer fiel.

Das Kriminalkommissariat 1 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Noch sind die Untersuchungen nicht abgeschlossen. Die Ermittler müssen nun die genauen Umstände rekonstruieren und klären, wie es zu dem technischen Defekt kommen konnte.

Fest steht schon jetzt: In dieser Nacht wurde ausgerechnet ein Ort, an dem sonst Blumen, Farben und Düfte das Bild bestimmen, zum Schauplatz eines verheerenden Brandes. Dass das Feuer nicht auch noch das benachbarte Wohnhaus erfasste und Menschen zu Schaden kamen, ist der schnellen und erfolgreichen Arbeit der Feuerwehr zu verdanken.