Schlag gegen organisierte Kriminalität: Kripo Bielefeld hebt Drogenlabor aus

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Blick in das nun ausgehobene Drogenlabor. Foto: Polizei Bielefeld

Kreis Lippe/Bielefeld. Der Dienststelle zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität des Polizeipräsidiums Bielefeld ist es gelungen, unter Federführung der Staatsanwaltschaft Bielefeld, ein Drogenlabor auszuheben.

Nach umfangreichen Ermittlungen wurden am Montag, 26. Februar, in Bielefeld und Herford drei Beschuldigte festgenommen, die im Verdacht stehen, bandenmäßig synthetische Drogen hergestellt und damit Handel getrieben zu haben.

Nach Hinweisen aus dem Ausland hatten die Bielefelder Kripo-Beamten die Spur der Täter aufgenommen. Dank mehrmonatiger Ermittlungen konnten letztlich zwei 40- und 55-jährige niederländische Staatsangehörige und ein 39-jähriger deutscher Staatsbürger in Herford und Bielefeld durch Spezialeinheiten der Polizei NRW festgenommen werden.

„Beharrlichkeit, akribische Polizeiarbeit und der richtige Zeitpunkt führten hier zum Erfolg. Bei den synthetischen Drogen dominieren die Fälle mit Amphetamine, sodass uns ein guter Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen ist“, erklärt NRW-Innenminister Herbert Reul.

Auch Kripo-Ermittler aus Herford waren in den aus Bielefeld koordinierten Einsatz eingebunden und nahmen zusätzlich einen 42-jährigen Mann fest, der ebenfalls im Verdacht steht, in der Vergangenheit von dem Trio hergestellte Drogen erhalten zu haben.

Die Durchsuchungen führten zum Keller eines Wohnhauses in Herford. Die Festgenommenen stehen im dringenden Tatverdacht, ein dort gefundenes, professionell eingerichtetes Drogenlabor betrieben zu haben.

In den Bielefelder Einsatz eingebunden waren auch Chemiker des LKA NRW. Nach den derzeitigen Erkenntnissen diente das Labor der Herstellung von Amphetaminen. Die Kriminalbeamten stellten zahlreiche Beweismittel sicher.

Gegen alle vier Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld Untersuchungshaftbefehle erlassen. (lwz/Polizei/Staatsanwaltschaft Bielefeld)