
Lage. Die Feuerwehr Lage wurde in der Silvesternacht zu mehreren Einsätzen im Stadtgebiet alarmiert. In vielen Fällen hatten Anwohner kleinere Brände bereits gelöscht. Notwendig wurde aber auch ein größeren Einsatz wegen eines gefährlichen Wohnungsbrandes.
Der erste Einsatz ereignete sich am 31. Dezember um 18:37 Uhr in der Hegelstraße im Ortsteil Müssen. Hier brannte eine etwa 15 Meter lange Hecke. Das Feuer war bereits vor Eintreffen der Feuerwehr durch Anwohner mit Gartenschläuchen gelöscht worden. Die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten sowie eine Kontrolle der Brandstelle durch. Eingesetzt waren die Einheiten Kachtenhausen und Lage.
In der Nacht zum Neujahrstag folgten weitere Einsätze. Um 0:32 Uhr wurde die Einheit Lage zu brennenden Feuerwerkskörpern am Straßenrand der Lemgoer Straße alarmiert. Diese wurden mit einem Kleinlöschgerät abgelöscht.
24 Minuten später brannten in der Schwanthalerstraße im Ortsteil Waddenhausen mehrere Mülltonnen unter einem Carport. Auch hier hatten Anwohner das Feuer bereits mit Feuerlöschern bekämpft. Die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten und eine Kontrolle durch. Im Einsatz waren die Einheiten Pottenhausen und Hagen.
Nach etwa einer Stunde kam es zu einem umfangreicheren Einsatz. Gemeldet war ein Wohnungsbrand in der Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses im Stadtgebiet. Laut Notruf sollten sich noch zwei Personen in der brennenden Wohnung befinden. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen zwei Bewohner der Dachgeschosswohnung vor dem Gebäude, von denen einer unter schweren Verbrennungen litt. Die beiden berichteten, dass sich noch weitere Personen in der Wohnung befänden.
Ein Angriffstrupp ging umgehend zur Menschenrettung in die Wohnung vor. Zwei weitere Bewohner konnten tatsächlich im Treppenraum angetroffen und unverletzt gerettet werden. In der Wohnung musste lediglich eine leichte Verrauchung bekämpft werden; ein offenes Feuer war nicht vorhanden. Die Wohnung wurde belüftet und anschließend an die Polizei übergeben.
Der Patient mit schweren Verbrennungen wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein spezielles Klinikum geflogen. Eine weitere Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in das Klinikum Lippe transportiert. Im Einsatz waren die Einheiten Lage, Hagen und Kachtenhausen, der A-Dienst (höchste Führungsdienst-Ebene) sowie der Rettungsdienst und die Malteser.
Ein weiterer Einsatz folgte um 2:01 Uhr. In einem Unterstand war es zu einem Brand an einer Wandfläche von etwa einem Quadratmeter gekommen. Auch hier hatten Anwohner das Feuer bereits mit einem Gartenschlauch gelöscht. Die Einheiten Hörste und Kachtenhausen kontrollierten die Brandstelle mittels Wärmebildkamera. Diese war bereits erkaltet und wurde anschließend an den Eigentümer übergeben. Ursache des Brandes waren abgebrannte Feuerwerksbatterien, die an dem Unterstand gelagert worden waren.
Damit der Rettungseinsatz im Ernstfall präzise und effektiv über die Bühne geht, übt das Heli-Team in allen denbaren Szenarien. In der folgenden Bildergalerie sieht man eine „Windenrettungsübung“, fotografiert von unserem Blaulichtreporter Jörn Fries.
Eine „Windenrettungsübung mit einem Rettungshubschrauber“ ist ein Trainingseinsatz, bei dem das Abseilen und Hochziehen von Personen mithilfe der Rettungswinde geübt wird. Diese Winde ist ein Seil- und Hebesystem, das am Hubschrauber befestigt ist. Wozu dient die Übung? – Sie bereitet das Heli-Team auf Einsätze vor, bei denen:
- keine Landemöglichkeit für den Hubschrauber besteht (z. B. in Wäldern, Gebirgen, Schluchten, auf Schiffen),
- Verletzte aus unwegsamem Gelände gerettet werden müssen,
- Personen aus großer Höhe oder Tiefe (z. B. Felsen, Hochhäuser, Industrieanlagen) geborgen werden.









