Die Menge an Verkehrsteilnehmern auf zwei Rädern hat gewaltig zugenommen. Ob E-Scooter, Fahrrad, Pedellec, E-Bike oder Motorrad: Zweiradfahrer leben im Straßenverkehr gefährlich, weil sie sich schnell und schlimm verletzen können. Ihnen fehlt die Pufferzone des Autos. Symbolfoto: Pixabay

Detmold/Leopoldshöhe. Gestern Nachmittag,  28. Mai, ereigneten sich gleich zwei Fahrrad-Unfälle mit sehr verschiedenen Resultaten. Während der erste Pedalritter nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Radler in Detmold nach kurzem Gespräch das Weite suchte, blieb der zweite in Leopoldshöhe schwer verletzt zurück. Den Unfall hatte er sich allerdings selbst zuzuschreiben.


Detmold. Ein Radler war gegen 16:15 Uhr auf dem Fahrradweg auf der Leopoldstraße in Fahrtrichtung Hornsche Straße unterwegs. Er zeigte einen eigenwilligen Fahrstil und kreuzte nach Zeugenhinweisen mit einem Pedelec zwischen wartenden Autos auf der Leopoldstraße hindurch, um diese zu überqueren und in die Friedrichstraße einzufahren. Dabei kollidierte er auf dem Radweg mit einem 20-Jährigen, der sich leicht am Arm verletzte. Der Pedelec-Fahrer sei nach einem kurzen Gespräch in Fahrtrichtung Weerthplatz davongefahren. Beschrieben wird der Mann folgendermaßen: Mitte 40, ca. 1,80 – 1,85 Meter groß, Drei-Tage-Bart, trug ein T-Shirt. Hinweise auf den flüchtigen Radler erbittet das Verkehrskommissariat, Telefon 05231 6090.

Leopoldshöhe. Ungefähr zweieinhalb Stunden später wurde ein 84-Jähriger bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Der Mann aus Leopoldshöhe war gegen 18:45 Uhr mit einer Gruppe Radfahrern auf dem Radweg der Felix-Fechenbach-Straße unterwegs. Auf Höhe der Einmündung Schuckenhofstraße wollte der Mann augenscheinlich die Fahrbahn überqueren und fuhr auf die Fahrbahn. Dabei kollidierte er mit einem BMW, den er offenbar übersehen hatte. Am Steuer saß ein 18-jähriger Bielefelder. Der Radfahrer wurde schwer verletzt ins Klinikum gebracht. Es entstand ein Sachschaden von geschätzt 9000 Euro.