Symbolbild. Foto: Pixabay

Bad Salzuflen. Ein mutmaßlicher Mord hat am Sonntagabend, 7. Juni, Bad Salzuflen erschüttert. In einer Wohnung an der Roonstraße wurde eine 66-jährige Frau tot aufgefunden. Ihr Ehemann, ein 82-jähriger Mann ebenfalls aus Bad Salzuflen, gilt als dringend tatverdächtig.


Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft stehe der Senior im Verdacht, seine schwer an Demenz erkrankte Ehefrau getötet und sich anschließend selbst schwere Verletzungen zugefügt zu haben. Die Frau sei gegen 21 Uhr leblos in der gemeinsamen Wohnung entdeckt worden. Rettungskräfte hätten den Mann vor Ort medizinisch versorgt; Lebensgefahr habe nach Einschätzung der Polizei beim Eintreffen jedoch nicht bestanden.

Wie das Polizeipräsidium Bielefeld weiter mitteilte, handele es sich um eine Tat im familiären Umfeld. Eine Sprecherin habe den Fall als „tragisch“ beschrieben, konkrete Details zum Tatablauf jedoch nicht bestätigt. Auch zu den Hintergründen, etwa einer möglichen Überforderung durch die Erkrankung der Frau, äußerten sich die Ermittler bislang nicht.

Unbestätigten Informationen zufolge könnte die Tat im Zusammenhang mit der geplanten Rückkehr der 66-Jährigen in eine Betreuungseinrichtung stehen. Offizielle Stellen bestätigten diese Angaben jedoch nicht. Die Kriminalpolizei habe noch in der Nacht mit der Spurensicherung begonnen. Der Leichnam der Frau solle im Rahmen der weiteren Ermittlungen obduziert werden, um die genaue Todesursache festzustellen.

Die Ermittlungen führt eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Bielefeld unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz. Das Ermittlerteam setzt sich aus Kräften der Polizei Lippe und der Polizei Bielefeld zusammen.