Murmelspiele, Ringtreiben, Sackhüpfen und Co.: Kinder können in der Ziegelei Lage beliebte alte Spiele ausprobieren. Foto: LWL

Lage. Im Jahr 1909 gründete der ehemalige Wanderziegler Gustav Beermann die Ziegelei Lage und stellte Ziegel in mühevoller Handarbeit her. Wie sah der Alltag zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts aus? Wie lebte, arbeitete und spielte man?


Das zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 28. Juni, von 11 bis 17 Uhr bei einer besonderen Zeitreise im LWL-Museum Ziegelei Lage.

Zahlreiche Stationen auf dem gesamten Museumsgelände laden zum Testen beliebter Kinderspiele aus der Zeit um 1900 ein und geben Einblick in Alltagsarbeiten, wie zum Beispiel das Wäschewaschen mit Waschbrett und Wanne. Museumsmitarbeiter demonstrieren den ganzen Tag die Herstellung von Handstrichziegeln. Ein Pferd mischt den Lehm im Göpel.

Besucher haben selbst die Gelegenheit, die Ziegelherstellung per Hand auszuprobieren. Foto: LWL/Philipp Harms

Erwachsene und junge Besucher können die vorindustrielle Ziegelproduktion selbst ausprobieren und hautnah miterleben, wie mühevoll und schweißtreibend der Weg vom Lehm zum Ziegel war, bevor Maschinen die körperlich anstrengendsten Arbeiten übernahmen.

Nach der Trocknung in der Sonne wurden die Ziegel gebrannt. Ein Feldbrandofen veranschaulicht die Bauweise, mit der optimale Brandergebnisse erzielt werden konnten.

Museumsmitarbeiter Sebastian Henjes demonstriert die Trocknung der Ziegelrohlinge auf langen Sandbahnen, wie sie damals üblich war. Foto: LWL/Philipp Harms

Heiß her geht es an der alten Kochmaschine, an der das Museum beispielhaft zeigt, wie damals gekocht wurde. Regionale Spezialitäten sowie Kaffee und Kuchen bietet das Museumscafé an. Um 11 Uhr beginnt die kostenlose Sonntagsführung im Foyer. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.