Lübbecke. Eine brutale Gewalttat in Lübbecke beschäftigt die Ermittler: Ein 19‑jähriger Mann aus Minden ist Mitte Juni mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Ein dringend tatverdächtiger 19‑Jähriger aus Bielefeld sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, sei der schwer verletzte junge Mann in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 14. Juni, gegen 1.45 Uhr von Bekannten in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Lübbecke gebracht worden. Die Begleiter hätten den Verletzten demnach ohne Angabe von Personalien abgeliefert und seien anschließend weggefahren.
Bei der medizinischen Erstversorgung habe sich laut Polizei herausgestellt, dass der 19‑Jährige akut lebensgefährlich verletzt gewesen sei. Durch eine Notoperation habe sein Zustand jedoch stabilisiert werden können.
Eine Mordkommission der Polizei Bielefeld habe daraufhin die Ermittlungen übernommen. Im Zuge umfangreicher Untersuchungen sei die Identität des Opfers als ein Mann aus Minden festgestellt worden. Außerdem hätten die Ermittler den mutmaßlichen Tatort im nahegelegenen Hille lokalisieren können.
Nach bisherigen Erkenntnissen habe sich am Rande einer Feier anlässlich eines Schulabschlusses eine körperliche Auseinandersetzung entwickelt. Dabei soll ein ebenfalls 19‑jähriger Mann aus Bielefeld seinem Kontrahenten die schweren Verletzungen zugefügt haben.
Wie die Polizei weiter mitteilt, sei der tatverdächtige Bielefelder zunächst nicht an seiner Wohnanschrift angetroffen worden. Einige Tage später habe er sich jedoch, nach Rücksprache mit einem Rechtsanwalt, selbst bei der Polizei gestellt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sei der Beschuldigte einem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser habe einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.
Die Ermittlungen der Mordkommission Bielefeld dauern weiterhin an. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu der Auseinandersetzung in Hille geben können, sich unter der Telefonnummer 0521/545‑0 zu melden.




