Die „Angel“-Fackel wird an das Kinderhospiz Bethel übergeben. Foto: Bundesverband Kinderhospiz

Detmold. Der 23. Juli stand in Detmold im Zeichen des „Kinder-Lebens-Laufes“ des Bundesverbandes Kinderhospiz und damit der Aufmerksamkeit für die Kinderhospizarbeit. Seit 2018 macht der Kinder-Lebens-Lauf alle zwei Jahre auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen sowie deren Familien aufmerksam und schafft Raum für Begegnung und Austausch.


Als Symbol der Kampagne dient die sogenannte „Angel“-Fackel, eine von einem betroffenen Vater kreierte Fackel, die auf ihrem Weg durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg von Kinderhospiz zu Kinderhospiz und von Hand zu Hand weitergereicht wird.

Dabei legt sie circa 7.000 Kilometer zurück. In diesem Jahr war der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst Lippe e. V. offizielles Etappenziel. Am 23. Juni fand die Fackelübergabe durch den Mehrgenerationenhospiz Heilhaus aus Kassel an den Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe im Rathaus Detmold statt.

Die Fackelübergabe im Detmolder Rathaus mit Bürgermeister Frank Hilker (rechts). Foto: Bundesverband Kinderhospiz

Bürgermeister Frank Hilker begrüßte die Anwesenden und betonte seinen Respekt sowie die Solidarität mit den Familien, die aufgrund der Erkrankung ihrer Kinder vor großen Herausforderungen stehen. Zudem würdigte Hilker die Kinderhospizarbeit und alle Ehrenamtlichen des Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes, die den Familien mit großem Einfühlungsvermögen und Engagement zur Seite stehen.

Begleitend zur Fackelübergabe konnte die Ausstellung „Berührend – Hände, die verbinden“ bestaunt werden. Gabriele Monath, Koordinatorin der Kinder- und Jugendhospizarbeit, berichtete von dem Foto-Projekt, welches zum 30-jährigen Jubiläum der Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsstelle Lippe erstellt wurde: „Die Idee ist, die besonderen Beziehungen, die die Ehrenamtlichen der Kinder- und Jugendhospizarbeit zu den Familien, die sie begleiten, haben, sichtbar zu machen, und was ist neben Mimik und Gestik aussagekräftiger als unsere Hände!“

Aus dieser Idee entstand eine berührende Fotoausstellung mit eindrucksvollen Texten der Ehrenamtlichen über die Beziehung zu „ihren Familien“. Monath fügte hinzu: „Die ‚Hände‘ der Kinder und Jugendlichen sind so individuell wie sie selbst und haben einen hohen Wiedererkennungswert.“ Noch bis zum 16. Juni können Interessierte diese besondere Ausstellung in der ersten Etage des Detmolder Rathauses besichtigen.

Am 24. Juli wurde die „Angel“-Fackel schließlich von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern mit dem Fahrrad zum stationären Kinderhospiz Bethel nach Bielefeld gebracht und dort an Familien und Mitarbeiter übergeben. Von dort aus ging die Reise der Fackel weiter. Anschließend feierten alle gemeinsam beim Sommerfest.