Symbolbild. Foto: Pixabay

Paderborn/Bad Lippspringe/Köln/Windeck. Nach dem mutmaßlichen versuchten Tötungsdelikt am Salitos Beach in Paderborn Ende Juni haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen gegen drei Tatverdächtige durchgeführt. Die Ermittlungen richten sich gegen Personen aus dem Umfeld zweier verfeindeter Rockergruppierungen.


Wie bereits berichtet, war es am Samstag, 27. Juni, gegen 20 Uhr vor einem Veranstaltungsgelände am Lippesee zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gerieten Angehörige zweier rivalisierender Rockergruppen körperlich aneinander. Dabei wurden ein 22-jähriger Mann aus Lippstadt sowie ein 31-jähriger Mann aus Bramsche durch Messerstiche schwer verletzt.

Aufgrund der Schwere der Tat wertete die Staatsanwaltschaft Paderborn den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt.

Die weiteren Ermittlungen wurden vom Kriminalkommissariat 21 übernommen, das für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität zuständig ist. Im Verlauf der intensiven Ermittlungsarbeit gerieten drei Personen in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden.

Am Mittwoch, 19. August, vollstreckten Einsatzkräfte entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse an Wohnanschriften in Bad Lippspringe, Köln und Windeck im Rhein-Sieg-Kreis. An den Maßnahmen waren auch Spezialeinsatzkräfte beteiligt. Nach Angaben der Ermittler konnten bei den Durchsuchungen Beweismittel sichergestellt werden.

Einer der Beschuldigten, der in Köln wohnhaft ist, konnte nicht angetroffen werden. Weitere Angaben zu seiner Person machen die Behörden derzeit nicht.

Die beiden anderen Beschuldigten wurden im Rahmen der Maßnahmen angetroffen. Beide Männer sind 43 Jahre alt und besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder entlassen.