NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besucht im Rahmen seiner Ausbildungstour Betriebe in Herford, Bad Salzuflen und Lemgo. Foto: Raimond Spekking/Wikimedia

Kreis Lippe/Herford. Im Rahmen seiner landesweiten Ausbildungstour hat NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am vergangenen Montag, 24. August, drei Ausbildungsbetriebe in Ostwestfalen-Lippe besucht. Stationen waren die Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG in Herford, die Sollich KG in Bad Salzuflen sowie die Kramp & Kramp GmbH & Co. KG in Lemgo.


Bei den Besuchen tauschte sich Laumann mit Auszubildenden, Ausbildern und Unternehmensleitungen über die Situation der beruflichen Ausbildung aus. Ziel der Tour sei es, Erfahrungen aus der Praxis zu sammeln und die Rahmenbedingungen für eine starke und zukunftsfähige Ausbildung in Nordrhein-Westfalen weiterzuentwickeln.

Die Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG produziert seit mehr als 125 Jahren Schokolade und bildet derzeit 21 junge Menschen in Bereichen wie Produktion, Logistik, Qualitätssicherung, Technik, Verkauf und Verwaltung aus. Geschäftsführer Cord Budde betonte die Bedeutung der Ausbildung für die Fachkräftesicherung und verwies zugleich auf die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Gewinnung geeigneter Nachwuchskräfte.

Die Sollich KG in Bad Salzuflen stellt seit mehr als 100 Jahren Maschinen und Anlagen für die Süßwarenindustrie her. Aktuell absolvieren dort 24 junge Menschen eine Ausbildung in technischen Berufen. Geschäftsführer Thomas Sollich erklärte, das Unternehmen investiere bewusst in die Ausbildung eigener Fachkräfte und setze dabei vor allem auf Motivation, Lernbereitschaft und langfristige Perspektiven.

In Lemgo besuchte der Minister die Kramp & Kramp GmbH & Co. KG. Der familiengeführte Handwerksbetrieb hat sich auf die Sanierung und Restaurierung von Altbauten sowie denkmalgeschützten Gebäuden spezialisiert und bildet derzeit 14 Nachwuchskräfte im Tischler-, Zimmerer-, Maurer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk aus.

Geschäftsführer Guido Kramp hob hervor, dass Interessenten zunächst ein Praktikum absolvieren, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden. Zudem seien Teilzeitmodelle im Unternehmen seit Jahren fest etabliert.

Nach den Gesprächen zog Laumann eine positive Bilanz. Die berufliche Bildung in Ostwestfalen-Lippe lebe vom Engagement der Menschen vor Ort. In den Betrieben werde mit großem Einsatz daran gearbeitet, jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und ihnen einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

Die Ausbildungstour ist Teil der Fachkräfteoffensive NRW. In diesem Sommer besucht der Minister insgesamt 25 Ausbildungsbetriebe in verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fachkräftesicherung, die Gewinnung von Nachwuchs sowie die Bedürfnisse von Betrieben und Auszubildenden.