
Lemgo/Kalletal. Der Gedankengang des Kalletaler Bürgermeisters Mario Hecker, die Stadt Lemgo zu einer Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Kalletal anzuregen, scheint im Rat der Alten Hansestadt auf wenig Zustimmung zu stoßen.
Hecker bezog sich in seiner Pressemitteilung vom 9. Oktober auf Anträge der FDP und der Grünen im Lemgoer Rat am 12. Oktober. Er bewertete in seiner Mitteilung die Anträge nach seinem Besuch in den Fraktionen als ausdrücklich positiv.
Schon nach Veröffentlichung der Mitteilung stieß der Kalletaler jedoch auf Unverständnis und Ablehnung beim Lemgoer Bürgermeister Markus Baier und dem als mögliche Geschäftsführung ins Gespräch gebrachten DRK Lippe (die LWZ berichtete).
In der Sitzung des Lemgoer Rates wurden die beiden Anträge nun unspektakulär abgehandelt. Sowohl die FDP als auch die Grünen legten Wert darauf, dass es ihnen in ihren Anträgen um die Lemgoer Ärzte gehe. Auch wollte man konkrete Aussagen über die Fortschritte der eigenen Bemühungen um ein MVZ mit der Stadt Lage erfahren.
Beide Fraktionen machten zugleich deutlich, dass sie ein MVZ Lemgo/Lage nur dann befürworten würden, wenn die ärztliche Versorgung in Lemgo nicht ausreichend gewährleistet sei. Ein besonderes Anliegen sei ihnen zudem die Ansiedlung eines Kinderarztes in der Stadt. Daher drängten sie die Verwaltung, sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Nachdruck für die Schaffung entsprechender Kapazitäten einzusetzen.
Zur Abstimmung kamen so letztlich die Punkte eins und zwei der Anträge sowie ein zusätzlicher Antrag der Bürger für Lemgo (BfL), bei dem es ausschließlich um die ärztliche Versorgung in Lemgo, insbesondere um einen Kinderarzt, ging. Diese Punkte wurden einstimmig abgestimmt.
Die angesprochene Kooperation mit dem MVZ Kalletal spielte bei der Debatte keine Rolle. Im Gegenteil, die Fraktionen der FDP und der Grünen stellten sich ausdrücklich hinter das Konzept Lemgo/Lage. Die CDU-Fraktion hatte schon im Vorfeld das Ansinnen des Kalletaler Bürgermeisters öffentlich abgelehnt.






