Symbolbild. Foto: Pixabay

Rinteln. Ein schwerer Verkehrsunfall mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen hat am Montagabend, 26. Oktober, auf der Extertalstraße (L435) für einen stundenlangen Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei gesorgt. Vier Menschen wurden verletzt, darunter ein 46-jähriger Audi-Fahrer schwer. Die Landesstraße musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden.


Nach bisherigen Ermittlungen war der 46-Jährige gegen 19 Uhr mit seinem Audi auf der Extertalstraße aus Nordrhein-Westfalen kommend in Richtung Rinteln unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet er auf die Gegenfahrbahn und streifte zunächst einen entgegenkommenden Pkw, der von einem 77-jährigen Mann gesteuert wurde.

Durch den Zusammenstoß wurden Teile der Fahrertür abgerissen und auf die Fahrbahn geschleudert. Ein nachfolgender 32-jähriger Autofahrer überfuhr die Fahrzeugteile und brachte sein Fahrzeug anschließend am Fahrbahnrand zum Stehen.

Im weiteren Verlauf geriet der Audi ins Schlingern und kollidierte mit einem weiteren entgegenkommenden Pkw, der ebenfalls von einem 32-jährigen Mann gefahren wurde. Dieser konnte einen Frontalzusammenstoß durch ein Ausweichmanöver auf den Grünstreifen verhindern. Sein Wagen kam jedoch mit einem Achsbruch im hinteren Bereich zum Stillstand.

Die Fahrt des Audi endete dennoch nicht. Der 46-Jährige setzte seine Fahrt auf der Gegenfahrbahn fort und prallte schließlich frontal mit einem fünften Fahrzeug zusammen, das von einem 51-jährigen Mann gesteuert wurde.

Der Fahrer des Audi musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er erlitt zunächst lebensgefährliche Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach aktuellem Stand besteht für ihn keine Lebensgefahr mehr. Er wird jedoch weiterhin schwer verletzt auf einer Intensivstation behandelt.

Der 77-jährige Fahrer des zuerst beschädigten Pkw sowie seine 78-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt. Auch der 51-jährige Fahrer des fünften Fahrzeugs erlitt leichte Verletzungen. Die beiden 32-jährigen Autofahrer blieben unverletzt.

Im Zuge der Unfallaufnahme stellten die eingesetzten Polizeikräfte fest, dass der 46-jährige Audi-Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bückeburg wurden eine Blutprobe entnommen sowie der Audi beschlagnahmt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten blieb die Extertalstraße zwischen den Einmündungen Silixer Straße und Am Fuchsloch voll gesperrt. Die Sperrung konnte erst am Dienstag gegen 0.28 Uhr aufgehoben werden. Währenddessen kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Den entstandenen Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 90.000 Euro. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.