Ansichtsplan für die geplante Maßnahme. Am Infoabend wurden die Bereiche im Einzelnen vorgestellt. Foto: Reiner Toppmöller
Bad Salzuflen. „Ein neues Erholungsgebiet für junge Familien, eine Oase für Menschen jeden Alters und zugleich eine Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels: Mit der ‚Kneipp-Erlebniswelt‘ soll in Bad Salzuflen ein innovatives und zukunftsweisendes Projekt entstehen, das Naturerlebnis, Gesundheitsförderung und moderne Tourismusangebote miteinander verbindet.“
Mit diesen Worten eröffnete Bad Salzuflenes Bürgermeister Dirk Tolkemitt vor wenigen Tagen im Kurhaus die Vorstellung der „Kneipp-Erlebniswelt“-Planungen, die zugleich den Auftakt für die Bürgerbeteiligung bildete.
Mit dem Projekt werde der Landschaftsgarten der Stadt Bad Salzuflen zu einem modernen Erlebnisraum und ergänze den Kurpark. Entlang einer rund zwei Kilometer langen Route sollen sechs thematische Bereiche für Wasser, Heilkräuter, Bewegung, Ernährung, innere Balance und einen speziell entwickelten Erlebnisbereich für Kinder und Jugendliche entstehen.
Nach der Konzeptentwicklung und der im vergangenen Jahr bereits erhaltenen Förderzusage aus dem Landesprogramm Erlebnis.NRW (EFRE/JTF) stand nun die Vorstellung des aktuellen Planungsentwurfes für die künftige Aufwertung des Landschaftsgartens auf dem Plan.
Die Stadt hatte dazu zu einer Bürgerversammlung ins Kurhaus geladen. Im Rahmen der Veranstaltung informierte Nadine Schilla vom Planungsbüro „Peters Winter + Partner“ aus Bielfeld über die vorgesehenen Erlebnisbereiche und inwiefern die Kneippsche Gesundheitslehre auch in der Zukunft modern und erlebnisorientiert vermittelt werden könne.
Anhand einer umfangreichen PowerPoint-Präsentation wurde den Teilnehmern der Veranstaltung ein erster Eindruck der über die Fläche verteilten Aktionsräume gezeigt. Sechs „Kneipp-Säulen“ sollen die Menschen dem „Kneipp-Gedanken“ näherbringen und für Aktivitäten sorgen. Wichtig sei dabei, betonte die Referentin, dass das Angebot generationsübergreifend angelegt werde und Menschen jeden Alters, vom Kind bis ins hohe Seniorenalter, einbeziehe. So wurden etwa im Vorfeld Kinder in die Planung einbezogen.
Im Mittelpunkt der Planungen stehen nicht nur Ruhe und Entspannung. Vorgesehen sind unter anderem Yoga-Oasen in kleinen, japanischen Gärten nachempfundenen Hügellandschaften. Ergänzt wird das Angebot durch Bewegungsflächen mit Spielgeräten, Duftgärten sowie Wassertretbecken, die auch für Kinder geeignet sind. Darüber hinaus soll ein Aufenthaltsbereich mit Tischen entstehen, der zum Verweilen, Picknicken und zum geselligen Miteinander einlädt.
Insgesamt soll der Landschaftsgarten so eine Aufwertung erhalten, ohne in den Baumbestand einzugreifen. Auch die am Rande des geplanten Geländes bereits mit Fahrrädern befahrbaren Wege bleiben erhalten. Am vorhandenen Trettbecken im Landschaftsgarten ist zusätzlich ein Toilettenhaus geplant. In allen Bereichen sollen die Besucher aktiv an die Natur und den „Kneippschen Gedanken“ herangeführt werden.
Im Rahmen der Versammlung bot sich den Teilnehmern zudem mittels eines interaktiven Beteiligungsformates die Möglichkeit, ihre Ansichten zu verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten abzugeben.
„Diese Ergebnisse fließen im weiteren Verlauf der Projektumsetzung in die Planungen ein“, so Fachbereichsleiter Ralf Hammacher. Fragen und Anregungen wurden ebenfalls entgegen- und aufgenommen. „Wenn alles so weiterläuft wie bisher, soll im Frühjahr 2027 mit der Umsetzung begonnen werden, so dass alles im Frühjahr 2028 präsentiert werden kann“, sagte Hammacher abschließend.
Mit dem Gesamtvolumen für die „Kneipp-Erlebniswelt“ im Landschaftsgarten von rund 1,2 Millionen Euro, wovon die Stadt Bad Salzuflen 20 Prozent zu tragen hat, scheint, so konnte man es den vorgestellten Plänen entnehmen, etwas ganz Besonderes für Bürger und Gäste sowie ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für die Kurstadt zu entstehen.
Reiner Toppmöller ist seit Jahrzehnten als Freier Journalist in Ostwestfalen und Nordlippe im Einsatz. Sein Motto: „Um die Menschen zu erreichen, braucht es gute Informationen. Dafür arbeite ich und bin in der Region unterwegs.“
Mit der Einstellung, ehrlich und offen zu berichten, schreibt der Mann, den man nur mit Hut kennt, seit mehr als 30 Jahren für viele Redaktionen, nicht nur in OWL.
Die lokale Politik, aber auch das tägliche Geschehen, mit schönen und hochinteressanten Geschichten der Region, bilden dabei seine Schwerpunkte. Die Arbeit mit den Menschen steht dabei für ihn immer im Vordergrund.
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