Gerald Klamer über den Zustand der lippischen Wälder

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Gelungener Auftritt: Gerald Klamer, Annette Heuwinkel-Otter (Moderatorin), Elke Wittek (stellvertretende Bürgermeisterin Detmold), Helmut Krüger (Vorsitzender Aktionsbündnis, von links). Foto: Viotto

Detmold. Der Multimedia-Vortrag von Gerald Klamer am Sonntag, 19. März, war aus Sicht der Veranstalter, dem Aktionsbündnis: Detmolder Westen e.V., ein voller Erfolg.

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Etwa 120 Besucher waren in die Aula des Detmolder Grabbe-Gymnasiums gekommen und lauschten den Erzählungen des renommierten Autors, der nach 25 Jahren seine Tätigkeit als Forstbeamter in Hessen aufgegeben und seine Wohnung gekündigt hatte, um 6.000 Kilometer durch die deutschen Wälder zu wandern.

Insgesamt sprach Klamer 90 Minuten über seine Erlebnisse, ohne dabei einmal auf ein Stück Papier zu schauen. Alle Fakten und Daten hatte er im Kopf, hinterlegt mit teils herrlichen, aber auch nachdenklich stimmenden Bildern des Deutschen Waldes.

Diesen zu erhalten, war die wohl wichtigste Botschaft an diesem Vormittag. „Gerald Klamer hat vielen Anwesenden aus dem Herzen gesprochen. Er hat deutlich gemacht, dass jeder Baum wichtig ist, auch in den Innenstädten, damit das Stadtklima trotz des Klimawandels für die Anwohner erträglich bleibt“, pflichtete Elke Wittek, Detmolds stellvertretende Bürgermeisterin, bei.

Die Besucher waren indes aus ganz Deutschland angereist. Eine begeisterte Extrem-Wanderin aus Köln berichtete, sie sei extra um 4 Uhr aufgestanden und mit dem Zug bis nach Bielefeld gefahren.

Aufgrund eines Gleisschadens musste sie von dort aus mit dem Taxi bis zum Detmolder Bahnhof weiterfahren, um dort in ein weiteres Taxi umzusteigen und zum Grabbe-Gymnasium zu gelangen.

Die Veranstalter scheuten ebenfalls keine Mühe. Bereits ab 5 Uhr wurden Brezeln und Lagenstangen gebacken, um sie den Gästen anschließend frisch anbieten zu können. Selbstgemachter Kuchen sowie warme und kalte Getränke wurden von den Helfern angeliefert.

Helmut Krüger als Vorsitzender des Aktionsbündnisses erklärte: „Orbke darf in diesem Jahr auf 720 Jahre zurückblicken. Deshalb probieren wir etwas Neues aus. Eine kostenlose Veranstaltung in der Stadt und nicht im Dorf, um möglichst viele Menschen anzusprechen.“

Dank einiger Sponsoren, darunter Bund-Lippe, Nabu-Lippe, Taoasis und die Privatbrauerei Strate, sowie durch zahlreiche Spenden vor Ort, konnten die Kosten gestemmt werden.

Durch den Tag moderierte Annette Heuwinkel-Otter, die die Einladung von Gerald Klamer initiiert hatte. In nur wenigen Wochen wurde ihre Idee in die Tat umgesetzt.

Dafür bedankte sie sich bei allen ehrenamtlich Tätigen sowie bei den Verantwortlichen des Grabbe-Gymnasiums um Schulleiterin Anja Vothknecht, Hausmeister Jens Haupstein und drei Schülern der Technik-AG. (lwz)

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