Saisonstart im Freilichtmuseum: Hühnerfestival in Oerlinghausen am Ostermontag

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Die Saison im AFM Oerlinghausen beginnt mit dem Hühnerfestival am Ostermontag. Foto: AFM Oerlinghausen

Oerlinghausen. Da der Ostersonntag, 30. März, dieses Jahr noch in den März fällt, öffnet das Archäologische Freilichtmuseum (AFM) Oerlinghausen etwas früher seine Pforten. Am Ostersonntag gibt es rund um die Uhr eine Vorführung zum vorgeschichtlichen Feuermachen. Die Techniken können so früh im Jahr besonders gut präsentiert werden, da es dunkel ist.

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Am Ostermontag, 1. April, geht es dann mit dem Hühnerfestival so richtig los. Dass Hasen keine Eier legen, ist den meisten bekannt. Wer weiß aber, wann und wie der Mensch auf das Huhn kam? In einzelnen Etappen bekommen die Besucher die Geschichte der Hühnerzucht erzählt. Hauptakteur an diesem Tag ist der Rasse- und Geflügelzuchtverein Blomberg.

Auf neuartige Weise wird dabei eine Schau alter Haustierrassen mit Kulturgeschichte kombiniert. Auf die Idee, hühnerartige Tiere zu züchten, kam die Menschheit in der Bronzezeit: Perlhühner gelangten damals aus Afrika nach Südeuropa.

Richtige Haushühner stammen ursprünglich aus Indien oder China. Ab 500 vor Christus tauchen sie auch in Mitteleuropa auf. Die Römer hatten bereits Extremzüchtungen wie Haubenhühner und Kampfhähne. In der Spätantike gab es dann schon große Hühnerfarmen.

Highlight der Veranstaltung sind alte und seltene Hühnerarten. Denn wer kennt heute noch Araucanas, Barnevelder Zwerghühner, Schwarze Krüper, Westfälische Totleger oder Wyandotten?

Ein Live-Kükenschlupf im Schaubrüter ist das Highlight – vor allem für die ganz kleinen Besucher. Aber auch auf die Mittelkleinen wartet ein buntes museumspädagogisches Programm. Wer einsteigen möchte in die Hühnerhaltung, kann sich einen ebenso sachkundigen wie leicht verständlichen Vortrag zu „Hühnerhaltung für Anfänger“ anhören.

Danach kann man den Referenten löchern. Zu Fragen wie: Warum funktioniert Hühneradoption aus Legebatterien nicht immer? Oder: Wie komme ich bei der Hühnerhaltung mit wenig Aufwand über die Runden?

Für Kaffee und Kuchen sorgt der Verein Glückspfoten, der Erlös fließt direkt in den Tierschutz. Weitere Infos gibt’s auf der AFM-Homepage. In der Saison bis September hat das AFM wochentags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Oktober sind die Tore wochentags von 9 bis 16 Uhr, am Wochenende von 10 bis 17 Uhr geöffnet. (lwz)