Cold Case: Tote Säuglinge in Ostwestfalen-Lippe

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Symbolbild. Foto: Pixabay

Bielefeld. Die Ermittlungsgruppe „Cold Case“ des Polizeipräsidiums Bielefeld bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe in zwei Fällen von toten Säuglingen aus den Jahren 1970 und 1971. Die Beamten möchten die zwei Mütter ansprechen und ihnen ermöglichen, die Umstände in denen sie sich befanden, zu erläutern. Ihnen ist bewusst, dass die Säuglinge, als schwächste aller denkbaren Opfer, für die beiden Mütter immer unvergessen bleiben. Auch nach über 50 Jahren gilt es, den verstorbenen Säuglingen einen Namen zu geben und ihr Schicksal zu klären.

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Am Bielefelder Hauptbahnhof wurde am 15. April 1970 ein verstorbener und erst wenige Tage alter männlicher Säugling im Schließfach 137 aufgefunden. Er könnte im Freien, möglicherweise in einem Waldgebiet, zur Welt gebracht worden sein und wurde dann in einer Plastiktüte eines Sporthauses zum Schließfach gebracht. Die Obduktion ergab, dass er am 11. oder 12. April 1970 geboren wurde und kurz danach durch Fremdeinwirkung verstarb.

Am 16. August 1971 fand zudem ein Angler am Uferrand der Weser in Wietersheim (jetzt Petershagen) im Landkreis Minden-Lübbecke einen verstorbenen und höchstens vier Wochen alten weiblichen Säugling. Nach den Untersuchungen der damaligen Rechtsmediziner könnte sich der Säugling bereits bis zu 14 Tage mit einem Stein beschwert im Wasser befunden haben. Die Geburt soll in der Zeit vom 1. bis zum 31. Juli 1971 stattgefunden haben. Eine Todesursache konnte durch die Obduktion nicht festgestellt werden.

Zeugen, Mitwisser oder involvierte Personen werden gebeten, sich mit der Ermittlungsgruppe „Cold Case“ des Polizeipräsidiums Bielefeld unter der 0521/5450 in Verbindung zu setzen. (lwz/Polizei Bielefeld)