Fokus auf eigener Leistung: TBV Lemgo will Sieg beim Bergischen HC

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Der TBV will sich von Nebenschauplätzen nicht ablenken lassen. Foto: TBV Lemgo Lippe

Lemgo. Nach der Nationalmannschaftspause geht es für den TBV Lemgo Lippe am kommenden Sonntag im Ligabetrieb weiter. In der Unihalle Wuppertal trifft der lippische Handball-Bundesligist am 32. Spieltag auf die abstiegsbedrohte Mannschaft des Bergischen HC. Anwurf der Begegnung ist um 16.30 Uhr.

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„Uns erwartet in der Unihalle Wuppertal eine knifflige Aufgabe. Am Sonntag gilt es mehr denn je uns auf unsere eigene Leistung zu konzentrieren und uns nicht von den zahlreichen Nebenschauplätzen ablenken zu lassen“, fordert TBV-Trainer Florian Kehrmann einen fokussierten Auftritt. Sportlich steuert der Bergische HC nach sechs Erstligajahren in Folge derzeit auf den Abstieg zu, bekleidet seit dem 24. Spieltag den 17. Tabellenrang und hat mit aktuell 17:45-Punkten drei Spieltage vor dem Saisonende drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Mitte April reagierte der BHC und entließ Trainer Jamal Naji und Co-Trainer Peer Pütz. Seither hat ein Trainer-Trio Fabian Gutbrod, Arnor Thor Gunnarsson und Markus Pütz das Heft des Handelns in der Hand und konnte in den ersten drei Spielen für einen Turn-Around sorgen. Zwei Siege gegen Balingen und Erlangen sorgten zuletzt für neue Hoffnung, doch das Restprogramm hat es in sich. Neben dem TBV trifft der BHC noch auf die Füchse Berlin und die SG Flensburg-Handewitt.

Gerettet wäre das Team aus dem Bergischen Land jedoch auch, sollte der Lizenzentzug des HSV Hamburg vor dem Schiedsgericht Bestand halten. „Ob der HSVH tatsächlich im nächsten Jahr nicht erstklassig spielen darf und der BHC eventuell deswegen in der Liga bleibt – das hat uns erst einmal nicht zu interessieren“, möchte sich Kehrmann mit diesen Fragen nicht beschäftigen.

„Wenn wir es schaffen, an die starken Abwehrleistungen der letzten Spiele anzuknüpfen, selbst ins Tempospiel zu kommen und auf der anderen Seite das Tempospiel des BHC zu unterbinden, werden wir die Chance haben, die Punkte mitzunehmen. Der BHC verteidigt sehr kompakt in der 6:0-Formation, kann aber auch im 5:1 verteidigen. Um gegen diese Deckungen Lösungen zu finden, haben wir nun eine Woche Zeit uns bestmöglich vorzubereiten. Ich hoffe, dass alle Nationalspieler einmal mehr ihre letzten Kräfte mobilisieren und wir mit voller Kapelle beim BHC antreten können“, erwartet Kehrmann ein enges Spiel.

In der Vergangenheit gab es für die Lemgoer auswärts beim BHC nichts zu holen. Der letzte Sieg stammt aus dem Jahr 2016, als der TBV mit 28:29 die Punkte entführen konnten. Seither warten die Lemgoer Handballer seit fünf Auswärtsspielen darauf, etwas Zählbares mit auf die Heimreise nehmen zu können. Im Hinrunden-Duell hingegen konnte der TBV auftrumpfen und vor heimischen Publikum einen wichtigen 31:28-Erfolg feiern.

Geleitet wird die Begegnung am Sonntagnachmittag vom Schiedsrichtergespann Thomas Kern und Thorsten Kuschel. Dyn überträgt die Begegnung ab 16.15 Uhr live. (lwz)