Die Unfallstelle in Schieder-Schwalenberg: Ermittler sichern Spuren am stark beschädigten Wagen der 48-Jährigen. Foto: Jörn Fries

Schieder-Schwalenberg. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden soll ein 52-jähriger Mann am Samstagabend, 14. März, in einen schweren Verkehrsunfall mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin verwickelt gewesen sein.


Wie Staatsanwaltschaft Detmold und die von Bielefeld unterstützte Mordkommission mitteilten, werde wegen versuchten Totschlags in Verbindung mit einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr ermittelt. Ein Richter des Amtsgerichts Detmold habe am Sonntag, 15. März, Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen angeordnet.

Die Polizei erklärte, die 48-jährige Frau aus Schieder-Schwalenberg sei am Samstagabend mit ihrem VW Golf auf einer Landstraße aus Richtung Schwalenberg unterwegs gewesen. Gegen 19.20 Uhr habe sie sich im Bereich des Übergangs der Straßen Im Mühlenfeld und Im Busch in Richtung Lothe befunden, als vor ihr der Audi A4 ihres ehemaligen Lebenspartners fuhr.

Laut Ermittlern soll der Mann seine Geschwindigkeit deutlich reduziert haben, woraufhin die 48-Jährige zum Überholen angesetzt habe. Während dieses Überholvorgangs habe der Audi-Fahrer jedoch auf mehr als 100 km/h beschleunigt.

Nach Angaben der Polizei soll zudem eine Lenkbewegung des 52-Jährigen in Richtung des Golfs dazu geführt haben, dass die Frau von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Sie erlitt schwere Verletzungen, sei nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht lebensgefährlich verletzt worden.

Die ersten Untersuchungen an der Unfallstelle übernahmen Beamte der Kreispolizeibehörde Lippe, unterstützt vom VU-Team der Polizei Paderborn. Bereits am Abend habe es erste Hinweise auf die direkte Beteiligung des Tatverdächtigen gegeben. Die Mordkommission werde von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz geleitet und durch Ermittler aus Lippe unterstützt.