
Los Angeles/Paderborn. Für Anika aus Paderborn und ihre Mitstreiter stand in der neuen Folge von „Germany’s Next Topmodel“ die Woche der Extreme vor der Tür. Die erste Herausforderung stellte das Unterwassershooting mit Fotograf Russell James dar, wofür die Modelanwärter zuvor Tauchlehrer zur Vorbereitung zur Verfügung gestellt bekommen haben.
„Ich bin ein bisschen aufgeregt vor dem Teaching, weil ich noch nicht weiß, wie gut ich das schaffe mit dem Luftanhalten. Ich weiß, dass ich da meine Schwierigkeiten habe“, gab Anika zu.
Weiter erläuterte sie: „Es war schon sehr komisch, nur durch das kleine Mundstück atmen zu können.“ Vor ihrem Shooting sprach die 27-Jährige über ihre Befürchtungen: „Mir geht es nicht gut, weil ich Angst habe, kein Foto schießen zu können, nicht lange genug unten bleiben zu können, Panik zu bekommen und den Wettbewerb verlassen zu müssen.“
Auch Chefjurorin Heidi Klum gegenüber erklärte sie: „Ich habe Panik, keine Luft mehr zu bekommen.“ Probleme mache ihr dabei nicht das Wasser, sondern die Atmung, wie sie erläuterte: „Ich hatte als Kind Asthma und weiß, wie sich Atemnot anfühlt. Hier muss ich nun so lange es geht die Luft anhalten und dann noch performen – diese Kontrolle abzugeben, ist für mich ganz schlimm.“
Aufgrund dieser Angst und des Schluckens von Wasser mussten schließlich zwei Versuche, das Shooting anzufangen, abgebrochen werden – somit stand Anika und ihrem Shootingpartner nur noch wenig Zeit zur Verfügung, ein gutes Bild zu erzielen. „Ich möchte den Wettbewerb auf keinen Fall verlassen – aber was ist, wenn mein Kopf doch zumacht und ich es nicht hinkriege?“, fragte sich die Sozialarbeiterin im Nachhinein.
Bekommt Anika eine weitere Chance?
Nach dem durchwachsenen Shooting musste Anika direkt die nächste schlechte Nachricht hinnehmen, denn sie wurde nicht zum Casting für eine Kampagne eingeladen und durfte sich somit nicht dem Kunden präsentieren und auf einen großen Job hoffen. Davon durfte sich Anika jedoch nicht unterkriegen lassen, um am Entscheidungstag Klum sowie Gastjuror und „Germany’s Next Topmodel“-Legende Thomas Hayo beim Höhen-Walk zu überzeugen.
Die Paderbornerin zeigte sich vor ihrer Performance zuversichtlich: „Die Challenge wird mir auf jeden Fall besser liegen, denn mit Höhe habe ich gar kein Problem. Außerdem dürfen wir was Kreatives mit reinbringen und Thomas Hayo ist da – ich bin ‚on fire‘ für heute, ich freue mich richtig!“ Trotzdem zeigte sie sich auch nervös: „Ich bin immer aufgeregt vor einem Walk – gerade nach meinem nicht gelungenen Shooting steht natürlich viel auf dem Spiel.“ Anschließend wagte sich Anika als Erste auf das Trapez in acht Meter Höhe – konnte die Juroren jedoch nicht überzeugen.
„Sie schaut ein bisschen wirr herum und bewegt sich etwas schnell. Es ist nicht so elegant“, stellte Klum während ihrer Performance in der Höhe fest. Auch bei dem anschließenden Walk auf dem Laufsteg kritisierte die Chefjurorin: „Sie macht zu viel mit ihren Händen.“ Auch ihr Kollege erklärte: „Je mehr man macht, desto weniger emotional wird es.“
Auch wenn Anika das Gefühl hatte, alles gegeben und sich voll fokussiert zu haben, waren sich die Juroren einig, dass die 27-Jährige geschwächelt habe – was beide traurig mache, da sie Anika als Person sehr mögen. „Heute habe ich mich eigentlich sicher und wohl gefühlt und dachte, dass ich die Performance gut rüberbringen konnte“, reflektierte Anika vor der Entscheidung.
„Ich hatte das Gefühl, dass du dir bei deiner Performance selbst nicht genug Ruhe gegönnt hast. Es war ein bisschen zu schnell und zu unfokussiert – in deinem Fall wäre ein bisschen weniger mehr gewesen“, gab Hayo ihr Feedback. Klum erinnerte sich zudem an Anikas große Probleme unter Wasser beim Shooting, das für die Paderbornerin laut eigener Aussage die größte Herausforderung der bisherigen Staffel gewesen sei.
Aufgrund ihrer vergangenen guten Leistungen sowie der schlechteren Leistungen ihrer Mitstreiter durfte sich Anika am Ende des Tages jedoch trotz aller Kritik über ein Foto und damit den Einzug in die kommende Woche freuen. „Ich muss das erstmal verdauen und schauen, wie ich damit positiv in die anstehende Woche gehe – das war auf jeden Fall ein Warnschuss für mich“, richtete Anika den Blick nach vorne.
Ob es der Paderbornerin gelingt, wieder mit guten Leistungen zu überzeugen, ist kommenden Donnerstag, 30. April, um 20.15 Uhr auf ProSieben zu sehen.




