Die Grafik zeigt den durchschnittlichen Preis eines typischen, freistehenden Einfamilienhauses mit einem Baujahr zwischen 1995 und 2009 und einer Grundstücksgröße von 350 bis 800 Quadratmetern. Dort sind erhebliche Preisunterschiede zu erkennen. Die günstigsten Lagen befinden sich in den Kreisen Minden-Lübbecke und Höxter, die höchsten Preise wurden in den Städten Paderborn und Bielefeld gezahlt. Grafik: Gutachterausschuss Kreis Gütersloh

Detmold. Die Immobilienverkäufe sind im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr in Ostwestfalen-Lippe (OWL) wieder deutlich gestiegen. Das teilte die Bezirksregierung Detmold nun in einer Presseerklärung mit.


Lediglich in der Stadt Minden sei ein leichter Rückgang der Verkaufszahlen registriert worden. Die Preise für Baugrundstücke hätten sich in OWL unterschiedlich entwickelt. Im Kreis Herford und der Stadt Minden seien die Preise durchschnittlich um zwölf Prozent gestiegen, wohingegen in den übrigen Kreisen und Städten die Preise nur leicht gestiegen oder konstant geblieben seien.

Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser seien in den meisten Kreisen und Städten konstant geblieben. In der Stadt Paderborn sei ein Preisanstieg um zehn Prozent und in der Stadt Minden ein Preisrückgang von vier Prozent festgestellt worden. Die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen sei sehr unterschiedlich, sie reiche von leicht sinkenden Preisen bis hin zu stark gestiegenen Preisen. Dies sei ein Ergebnis der gemeinsamen Arbeitssitzung aller Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in Ostwestfalen-Lippe und der Bezirksregierung Detmold.

Anlässlich der jährlichen Zusammenkunft wurde zu den aktuellen Grundstücksmarktdaten des vergangenen Jahres berichtet. Hierzu erläuterte der Sprecher der Arbeitsgruppe, Tobias Groppe: „Die Erholungsphase des Jahres 2024 hat sich auch 2025 fortgesetzt. So wurde 2025 in OWL für Wohnimmobilien überwiegend ein leicht steigendes Preisniveau festgestellt. Dieses erstreckt sich auf nahezu alle Teilmärkte. Auch die Transaktionszahlen sind im zweiten Jahr in Folge angestiegen. Dies verdeutlicht, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder mehr Käufer zu einem Vertragsabschluss bewegt haben. Lediglich die Verkaufszahlen von Neubauten und Bauplätzen liegen noch deutlich unterhalb des langjährigen Mittels. Hier ist zu vermuten, dass viele potentielle Erwerber aufgrund der hohen Neubaukosten auf gebrauchte Immobilien ausweichen.“


Hintergrund

Die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte erhalten von den Notaren alle Immobilienkaufverträge und werten diese aus. Detaillierte Umsatzzahlen und Preisentwicklungen zum Immobilienmarkt sind online kostenfrei abrufbar.