Betrüger setzen gern das Telefon für ihre Betrugsmaschen ein. Oft geben sie sich als Polizisten aus. Die Polizei rät Anruf-Opfern, sofort aufzulegen, bevor die Betrüger ihre Masche entfalten können. Foto: Adobe Stock (Symbolbild.)

Bielefeld-Bethel. Betrüger setzten am Freitag, 15. Mai, ein älteres Bielefelder Ehepaar massiv unter Druck, woraufhin sie einen Mann in ihre Wohnung ließen und Wertgegenstände vorzeigten. Der Täter entkam mit einer rosafarbenen Geldkassette.


Gegen 13:30 Uhr rief ein unbekannter Mann bei den Bielefeldern an und gab sich als Polizeibeamter aus. Er behauptete, dass mehrere Täter in Bethel flüchtig seien. Daher müsse nun eine Sicherheitsüberprüfung zum Einbruchschutz durchgeführt werden. Weiter drohte der Anrufer dem Ehepaar mit einer Anzeige. Sollten sie ihre Tür nicht öffnen, würde gegen sie eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstattet werden.

Etwa zehn Minuten später erschien ein Betrüger an ihrer Haustür am Remterweg. Die Bielefelder zeigten dem jungen Mann mehrere Geldscheine, weigerten sich jedoch, sie dem Unbekannten auszuhändigen. Außerdem zeigten sie eine rosafarbene Geldkassette vor, in dem sich diverse Goldgegenstände befanden. Bei einer günstigen Gelegenheit riss der Täter die etwa 30 Zentimeter lange Kassette an sich und flüchtete aus dem Haus.

Eine Frau, die in diesem Moment an dem Haus vorbeifuhr, bemerkte den flüchtigen Mann und wurde auf die rosafarbene Geldkassette aufmerksam. Sie teilte der Polizei später mit, dass sie sein Alter auf etwa 16 Jahre schätzt. Außerdem war er circa 1,70 Meter groß und hatte dunkle Haare. Weitere Hinweise zu dem Täter nimmt das Kriminalkommissariat 15 unter der 0521/545-0 entgegen.

Die Polizei rät dazu, sich am Telefon nicht einschüchtern zu lassen. Betrüger nutzen verschiedene Tricks, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. »Scheuen Sie sich nicht, sofort aufzulegen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Polizei, nach den genauen Umständen«, raten die Ordnungshüter.