
Lage. Die Neugestaltung von Marktplatz, Bergstraße und Teilen der Lange Straße nimmt konkrete Formen an. Im Bau- und Planungsausschuss wurde am 28. Mai die Entwurfsplanung für eines der zentralen Projekte des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) vorgestellt.
Den freiraumplanerischen Wettbewerb hatte das Planungsbüro RP + P aus Kassel gewonnen. Seitdem arbeitet das Büro an einem Konzept, das die Lagenser Innenstadt moderner, attraktiver und zukunftsfähiger gestalten soll.
Herzstück der Planung ist der Marktplatz. Die bestehende Stufenanlage soll entfallen und der Platz neu modelliert werden. Dadurch rücken Marktplatz und Bergstraße räumlich näher zusammen, während die Marktkirche stärker in Szene gesetzt wird. Ein begehbares Fontänenfeld soll künftig den bisherigen Zieglerbrunnen ersetzen und insbesondere in den Sommermonaten für Aufenthaltsqualität sorgen. Die restaurierte Skulptur des Zieglerbrunnens könnte an anderer Stelle in der Innenstadt einen neuen Platz finden.
Großzügige Sitzmöglichkeiten, zusätzliche Bäume und offene Platzflächen schaffen Raum für Begegnungen, Veranstaltungen und Erholung. Gleichzeitig wird die Bergstraße als Fußgängerzone erhalten und durch begrünte Aufenthaltsbereiche aufgewertet. Diese sogenannten grünen Nischen verbessern das Mikroklima, fördern die Regenwasserversickerung und bieten Platz zum Verweilen.
Das Gestaltungskonzept setzt sich in der verkehrsberuhigten Lange Straße fort. Diese bleibt weiterhin als Einbahnstraße stadteinwärts befahrbar, die Zahl der Stellplätze wird jedoch deutlich reduziert.
Besonderes Augenmerk liegt auf Barrierefreiheit und Inklusion. Alle wichtigen Wege werden stufenlos gestaltet. Ein ebener Pflasterbelag erleichtert die Nutzung mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen. Ergänzt wird das Konzept durch Sitzgelegenheiten für ältere Menschen sowie kleinere Spielangebote für Kinder.
Mit der Umgestaltung erhält die Innenstadt von Lage ein modernes und attraktives Erscheinungsbild, das den Anforderungen einer lebendigen, klimaangepassten und generationengerechten Stadt gerecht wird. Die vorgestellten Visualisierungen vermitteln bereits heute einen Eindruck davon, wie das neue Herz der Innenstadt künftig aussehen könnte.
Weitere Informationen können einer in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vorgestellten Präsentation entnommen werden.



