Symbolbild. Foto: Pixabay

Detmold. In der Detmolder Innenstadt ist es am Dienstagabend, 2. Juni, zu einem schweren Raub im Zusammenhang mit einem vermeintlichen Smartphone-Verkauf gekommen. Nach Angaben der Polizei sei ein 22-jähriger Mann über einen Messenger-Dienst mit angeblichen Verkäufern in Kontakt getreten und zu einem Treffen in der Sprottauer Straße verabredet worden. Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen kam es zudem zu einem Verkehrsunfall mit zwei Streifenwagen.


Vor Ort hätten die mutmaßlichen Täter den jungen Mann laut Polizei dazu gebracht, in ein Fahrzeug einzusteigen. Dort sollen sie ihn unter Vorhalt eines Messers zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert haben. Nachdem der 22-Jährige das Geld übergeben habe, sei ihm die Flucht gelungen. Anschließend habe er die Polizei alarmiert.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung habe die Polizei zwei Tatverdächtige noch in Tatortnähe vorläufig festnehmen können. Es handele sich dabei um zwei 21-jährige Männer aus Detmold, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen zum schweren Raub in Detmold dauerten an. Beide Beschuldigten sollten im Laufe des Mittwochs, 3. Juni, einem Haftrichter vorgeführt werden. Das mutmaßlich genutzte Fahrzeug, ein Peugeot, sei sichergestellt worden.

Polizeieinsatz endet mit Unfall in Detmold: Fünf Beamte verletzt

Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen kam es zudem zu einem Verkehrsunfall mit zwei Streifenwagen. Nach Darstellung der Polizei habe sich der Unfall gegen 18 Uhr auf der Bielefelder Straße in Höhe der Felix-Fechenbach-Straße ereignet.

Zuvor seien mehrere Streifenwagen unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten in Richtung Innenstadt unterwegs gewesen, um nach den Tatverdächtigen zu fahnden. Nach bisherigen Erkenntnissen habe einer der Fahrer zum Wenden angesetzt, woraufhin es zur Kollision der beiden Einsatzfahrzeuge gekommen sei.

Wie die Polizei weiter mitteilte, seien alle fünf beteiligten Polizeibeamten bei dem Unfall leicht verletzt worden und anschließend nicht mehr dienstfähig gewesen. Die Verletzten seien in das Klinikum Detmold gebracht worden, hätten dieses jedoch nach ambulanter Behandlung wieder verlassen können.

Beide Streifenwagen seien erheblich beschädigt worden und gelten nach Einschätzung der Polizei voraussichtlich als wirtschaftliche Totalschäden.

Ermittlungen nach Polizeiunfall in Detmold laufen

Zur Klärung des Unfallhergangs sei das spezialisierte Verkehrsunfallaufnahmeteam des Polizeipräsidiums Bielefeld hinzugezogen worden. Zudem sei ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr eingeleitet worden.

Aus Neutralitätsgründen habe das Polizeipräsidium Bielefeld die weitere Bearbeitung des Falls übernommen. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache sowie zum Ablauf des schweren Raubes in Detmold dauerten derzeit noch an.