
Lemgo. Für knapp 1.100 junge Menschen beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) hat am Montag, 28. September, ihre neuen Bachelor- und Masterstudierenden sowie internationalen Studenten zum Wintersemester 2026/27 willkommen geheißen. Die zentrale Erstsemesterbegrüßung fand zum zweiten Mal in der Phoenix-Contact-Arena in Lemgo statt.
Die meisten der fast 1.100 neuen Studenten waren der Einladung gefolgt. Der große Konferenzsaal füllte sich am Vormittag schnell bis auf den letzten Platz. Zusammen kamen Studienanfänger aller Standorte der Hochschule: vom Kreativ Campus Detmold, vom Sustainable Campus Höxter und vom Innovation Campus Lemgo sowie von den Lernorten am Bildungscampus Herford und am RailCampus OWL in Minden.
Noch bevor die ersten Lehrveranstaltungen beginnen, bot die gemeinsame Begrüßung Gelegenheit, andere Studenten kennenzulernen, über die Grenzen der einzelnen Campus hinweg miteinander ins Gespräch zu kommen und erste Netzwerke aufzubauen. Zugleich soll das Format das Wir-Gefühl stärken: Obwohl die Studenten an unterschiedlichen Orten lernen, gehören sie gemeinsam zur TH OWL.
Krahl: „Bleiben Sie dran, auch wenn es mal schwer wird“
Hochschulpräsident Professor Dr. Jürgen Krahl machte den Studienanfängern in seiner Begrüßung Mut und verwies auf die Chancen eines Studiums an der TH OWL sowie die enge Betreuung durch Lehrende und Mitarbeiter.
„Wissenserwerb geht gut mit sozialen Kontakten. Teilen Sie Ihren Alltag und Ihre Freizeit mit Ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen, so lernt es sich leichter. Wir vermitteln das Wissen, die Erfahrungen machen Sie. Bleiben Sie dran, auch wenn es mal schwer wird“, gab Krahl den Studenten mit auf den Weg.
Auch die Stadtoberhäupter der Hochschulstandorte nutzten die Gelegenheit, die Neuankömmlinge in der Region willkommen zu heißen. Lemgos Bürgermeister Markus Baier, Detmolds Bürgermeister Frank Hilker und Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann warben für ihre Städte und stellten deren Angebote vor. Das Spektrum reicht von Naherholung, Sehenswürdigkeiten und Kultur über Freizeit- und Sportmöglichkeiten bis zu Stadtfesten wie Huxori, Kläschen oder „Detmold funkelt“.
Welche Wege junge Menschen für ihr Studium auf sich nehmen, zeigte sich bei der Begrüßung an einem besonderen Beispiel: Konstantin Wodows ist für seinen Studienstart von Berlin nach Detmold gezogen. Den Umzug bewältigte er kurzerhand mit dem Fahrrad.
Vom Auslandssemester bis zur Studienberatung
Durch das Programm führten Jule Lütke-Föller und Gavin Just. Nach lockeren Talkrunden konnten sich die neuen Studenten per Handzeichen selbst beteiligen. Gleichzeitig erhielten sie zahlreiche Informationen für den bevorstehenden Hochschulalltag, darunter Hinweise zu Auslandssemestern, Campuscard, Fachpraktika, Fördermöglichkeiten, Stipendien und Studienberatung.
Vorgestellt wurden zudem wichtige Anlaufstellen innerhalb der TH OWL. Dazu gehörten der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), das Studierendenparlament (StuPa), das International Office, das S(kim) – Service Kommunikation Information Medien – und die Zentrale Studienberatung. Die Erstsemester erfuhren damit, an wen sie sich bei Fragen zum Studium, zur Organisation oder bei persönlichen Anliegen wenden können.
Wer während des Programms im Saal nicht alle Informationen aufnehmen konnte oder noch mehr wissen wollte, konnte anschließend die Stände im Foyer und vor der Halle besuchen. Eine weitere Informationsquelle steht den Studierenden seit Kurzem digital zur Verfügung: Die neue Campus-App bündelt Wissenswertes für den Studienalltag.
Jutebeutel als Erinnerung
Neben Informationen und Orientierung sollte auch das gemeinsame Erlebnis nicht zu kurz kommen. Viele Studenten gestalteten eigene Jutebeutel und konnten damit ein persönliches Erinnerungsstück an ihren ersten Tag mitnehmen. Der AStA verteilte zudem Willkommenstüten mit nützlichen Utensilien.
Insgesamt verzeichnet die TH OWL für das Wintersemester derzeit fast 1.100 Einschreibungen. Die Studenten verteilen sich auf rund 55 Studiengänge und die verschiedenen Hochschulstandorte.
Mit Blick auf den sogenannten kleinen Abiturjahrgang bewertet die Hochschule die bisherige Resonanz positiv. Erwartet worden war ein Rückgang der Einschreibungen um rund 20 Prozent. Aktuell liegt das Minus jedoch bei etwa 15 Prozent und damit geringer als prognostiziert.
Endgültig sind diese Zahlen noch nicht, denn der Einschreibeprozess läuft weiter. Wer bislang nicht immatrikuliert ist, kann dies noch bis zum 15. Oktober nachholen. Die offiziellen Studentenzahlen für das Wintersemester sollen Anfang Dezember vorliegen.









