Unter Beisein zahlreicher Vertreter der beteiligten Vereine und Einrichtungen überreicht Jens Kronsbein von der Bezirksregierung (vorne, dunkelblaues Sakko) den Förderbescheid an Bürgermeister Dirk Tolkemitt (vorne, graues Sakko). Foto: Reiner Toppmöller

Bad Salzuflen-Ahmsen. Bereits seit vielen Jahren bemühen sich einige Ahmser Bürger um die alte Schule und darum, dort einen Dorfmittelpunkt zu erschaffen.


So begann unter anderem vor etwa zwei Jahren der Beteiligungsprozess zur Umgestaltung des alten Schulhofs zum Dorfplatz. Ziel am „Am Schulweg“ war es, eine Aufwertung und Einfassung des Areals zu schaffen, um den Platz als ganzheitlichen Dorfplatz wahrzunehmen.

Neue Bänke, einige Staudenbeete und ein einheitlicher Bodenbelag sowie Beleuchtung sollen dort zukünftig die Aufenthaltsqualität steigern. In Planung sind zudem ein Pavillon mit Bänken als überdachter Aufenthaltsort sowie eine kleine Sportanlage für mehrere Generationen vor der Turnhalle. Dazu müssen einige der bestehenden Parkplätze an anderer Stelle des Dorfgemeinschaftshauses neu angelegt werden.

Hierfür wurden die Pläne als Leader-Projekt eingereicht und genehmigt. Die Investitionssumme für das Projekt beläuft sich auf rund 300.000 Euro, davon erhält die Stadt 210.000 Euro aus den bewilligten Leader-Fördermitteln.

Der Förderbescheid wurde nun von Jens Kronsbein von der Bezirksregierung an Bürgermeister Dirk Tolkemitt und Franziska Hildebrand aus der Verwaltung in Anwesenheit vieler am Prozess Beteiligter übergeben.

Beteiligt hatten sich interessierte Bürger, der Ortsausschuss, die Löschgruppe Biemsen-Ahmen, Vertreter des AWO-Ortsvereins, des TuS Ahmsen, des Bürger- und Heimatvereins Ahmsen, Jugendliche und Kinder aus dem Jugendtreff in Ahmsen sowie der Verwaltungsrat des Gemeinschaftshauses. Deren Vertreter waren ebenfalls zur Übergabe des außergewöhnlich hohen Betrages gekommen.

Bürgermeister Dirk Tolkemitt sagte, er sei stolz auf die große Beteiligung und darauf, wie sich das Projekt entwickelt habe. „Hier sind die Menschen nicht nur zusammengekommen, um etwas zu erreichen, sondern haben aktiv etwas zur Dorfentwicklung beigetragen“, sagte der Bürgermeister.

Jens Kronsbein von der Bezirksregierung betonte, es sei für ihn immer wieder erfreulich zu erleben, wie unmittelbar die Menschen von öffentlichen Fördermitteln profitierten, und sichtbar werde, was mit Steuergeldern vor Ort bewegt werden könne.
Für ihn sei es auch wichtig, dass die Menschen sehen würden, dass das Geld von der EU komme und das Land derartige Projekte unterstütze, um das Leben auf dem Land angenehmer zu gestalten. Er fügte hinzu, dass die Bezirksregierung im laufenden Zeitraum 26,6 Millionen Euro für zehn Leader-Regionen zur Verfügung habe, die der Stärkung des ländlichen Raums dienen sollen.