Die Grafik zeigt die geplanten sechs Bauabschnitte zur Sanierung der Beetstraße. Grafik: Straßen.NRW

Bad Salzuflen. Da kommt etwas auf die Salzufler und den Verkehr auf einer der Hauptverkehrsadern in der Stadt zu: Wie die Stadt bekanntgab, sollen die stark frequentierte Beetstraße und die Wüstener Straße ab Anfang 2027 saniert werden.


Gemeinsam mit Straßen.NRW will die Stadt die Baumaßnahmen anpacken und zugleich alle Kanäle und Versorgungsleitungen erneuern. Für die Baumaßnahme sind drei Jahre geplant. „Das letzte Stück zwischen Am Sonneberg und der Alten Vlothoer Straße beschließt die Maßnahme im Mai 2025“, so berichtete die LWZ bereits am 14. Januar 2023, nachdem die ersten Presserklärungen zu der Maßnahme Ende 2025 zur Verfügung gestellt wurden.

Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Verschiebungen bekannt gegeben. Aber jetzt soll es losgehen. Nachdem eine entsprechende Bauvereinbarung zwischen dem Landesbetrieb Straßen.NRW gemeinsam mit der Stadt Bad Salzuflen und den hiesigen Stadtwerken unterzeichnet ist, wurden in einem extra angesetzten Pressegespräch die Maßnahmen im Detail vorgestellt.

Geplanter Baubeginn für das Großprojekt ist jetzt Anfang 2027. Die Kalkulation der Gesamtkosten der beteiligten Partner beläuft sich aktuell auf rund zehn Millionen Euro. Davon tragen der Landesbetrieb Straßenbau NRW circa 36 Prozent, die Stadt Bad Salzuflen rund 29 Prozent und die Stadtwerke Bad Salzuflen etwa 35 Prozent der Kosten.

Die Beetstraße (L535) Richtung Wüsten wird auf einer Länge von mehr als zwei Kilometern von der Kreuzung Walhallastraße bis zum Ende der Ortsdurchfahrt Beetstraße komplett saniert. Die Maßnahme mit einer erwarteten Gesamtbauzeit von drei Jahren erstreckt sich über sechs Bauabschnitte.

In dieser Zeit erfolgen Erneuerungen an den Regenwasser- und Schmutzwasserkanälen unter der Fahrbahn. Zudem werden die Grundstücksanschlussleitungen zu den Wohnhäusern erneuert und Bushaltestellen sowie Querungsstellen barrierefrei umgebaut. Anschließend werden beidseitig der Ausfallstraße Radfahrschutzstreifen angelegt.

Die Stadtwerke nutzen die Maßnahme zur dringend notwendigen Erneuerung der Leitungen, die teilweise älter als 50 Jahre sind. Zur Aufrechterhaltung der hohen Versorgungssicherheit und zur Sicherstellung der Strom-Netzstabilität sowie der erhöhten Anforderungen durch Mobilitäts- und Verkehrswende werden dort rund 15.300 Meter Kabel- und Leitungen verlegt.

Das sind im Einzelnen circa 7.000 Meter Mittel- und Niederspannungsstromkabel, rund 3.600 Meter Wasserleitungen, etwa 2.300 Meter Hoch-, Mittel- und Niederdruckgasleitungen und circa 2.400 Meter Fernmeldekabel sowie diverse Leerrohre und die Erneuerung von 70 Hausanschlüssen.

Im ersten Bauabschnitt wird der Bereich der Walhallastraße gesperrt, weitere fünf bauliche Abschnitte folgen. Die Umleitung verläuft von Grastrup und Ehrsen kommend über die Heldmanstraße. In der Folge werden Autos über den Hollenstein und die Kirchheider Straße in Richtung Wüsten geleitet, während Lkw die Straße Am Alten Teich, die Schloßstraße sowie die Rudolph-Brandes-Allee nehmen müssen und dann im weiteren Verlauf über die Bismarckstraße und Extersche Straße in Richtung Wüsten beziehungsweise Vlotho fahren müssen.

Nach dem ersten Abschnitt an der Walhallastraße folgt der zweite Abschnitt von der Kreuzung Walhallastraße bis zur Ahornstraße. Wenn bis dahin alles glatt gelaufen ist, geht es von der Ahornstraße bis zur Baumstraße weiter. Abschnitt vier ist zwischen der Asenbugerstraße und Am Steinbrink geplant. Dann folgen zwischen Am Steinbrink und Am Sonnenberg, bevor das letzte Stück zwischen Am Sonneberg und der Alten Vlothoer Straße die Maßnahme beschließt.

Die Enge zwischen den Häusern und die Verlegung der neuen Leitungen, bevor die alten gekappt werden, sei auch der Grund, dass nicht mit Baustellenampel oder wenigstens einer Einbahnstraße gearbeitet werden kann, heißt, weshalb es immer in den jeweiligen Abschnitten zu Vollsperrungen kommt. Eine Zufahrt zu den jeweiligen Grundstücken und Nebenstraßen sei jedoch gewährleistet.

Wer jedoch die findigen Autofahrer kennt, die bei solchen Maßnahmen nach Schleichwegen suchen, der kann sich schon jetzt vorstellen, was das für die schon jetzt im schlechten Zustand befindlichen Nebenstraßen, wie etwa der Ginsterstraße, die dazu noch in der Regel einseitig zugeparkt sind, bedeutet. Dort scheint der Ärger mit den Anwohnern vorprogrammiert.