Wenn Brummi-Piloten zu lange ohne Pause hinter dem Steuer sitzen, lässt die Aufmerksamkeit nach, sie fahren unkonzentriert oder schlafen gar ein („Sekundenschlaf“). Verhängnisvolle Auswirkungen kann das haben, schlimme Unfälle verursachen. Deshalb ist das Bußgeld bei Verstöße gegen die gebotenen Lenk- und Ruhezeiten auch so hoch: Zuwiderhandeln darf sich für die Logistik-Unternehmen nicht lohnen. Fahrer sollen davor bewahrt werden, von ihrer Firma unter Druck gesetzt zu werden, eine möglichst große Strecke in möglichst kurzer Zeit und maximaler Geschwindigkeit zu absolvieren. Foto: Polizei
Bad Salzuflen. Wann will der Mann mal schlafen? Essen und Trinken während der Fahrt? Beamte des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Lippe kontrollierten am Mittwoch, 1. April, in der Daimlerstraße einen rumänischen Autotransporter, der mit drei Fahrzeugen beladen war, und stellten dabei schwerwiegende Verstöße gegen die Sozialvorschriften fest.
Der Fahrer des Transporters hatte nach Absolvierung seiner jeweils erlaubten Lenkzeiten die Fahrerkarte wiederholt aus dem digitalen Kontrollgerät entfernt und war anschließend weitergefahren. Die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der zurückliegenden 56 Tage brachte zutage, dass der Fahrer arbeitstäglich zwischen 12 und 14 Stunden hinter dem Steuer saß. Die eingesetzte Kontrollsoftware errechnete ein Bußgeld in Höhe von 40.000 Euro, von dem ein Teil noch vor Ort entrichtet wurde. Die verbleibende Summe wird durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) eingetrieben.
Die Weiterfahrt wurde untersagt. Die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten dient der Verkehrssicherheit: Übermüdung am Steuer führt zu deutlich eingeschränkter Reaktionsfähigkeit und erhöht das Unfallrisiko erheblich.
Zulässig ist eine tägliche Lenkzeit von maximal 9 Stunden, 56 Stunden pro Woche. Nach spätestens 4,5 Stunden Fahrt sind 45 Minuten Pause geboten.
Ich bin ein Zwitterwesen. Ein halbes Arbeitsleben lang Lehrer, die andere Hälfte Journalist. Und immer beides zugleich: Als Deutschlehrer habe ich meinen Schülern eine praktische Nutzung der Sprache abverlangt und mit ihnen „Zeitung in der Schule“ veranstaltet. Als Journalist in verschiedenen Tageszeitungen haben mich immer die Schüler dort – die sogenannten Volontäre – interessiert, denen ich unbedingt etwas beibringen wollte.
Jenseits der Ruhestandsgrenze mache ich nun auf Freier Mitarbeiter, statt die Füße hochzulegen. Warum? Weil ich’s kann und weil das Gehirn auf Touren gehalten werden will. „Die Realität ist immer zu wenig“, haben die Romantiker gesagt und hatten recht. Durch dokumentierende Aneignung mache ich mehr daraus: Realität wird gewissermaßen zur „Wirklichkeit“ potenziert. Deshalb habe ich eine eigene Online-Zeitung für Lage ins Leben gerufen: lage-aktuell.de Ich beanspruche den Titel: Nachhaltigster News-Lieferant für Lage (NNL). Deshalb arbeite ich ganz eng mit der LWZ zusammen. Artikel bleiben hier lange sichtbar und landen nicht – wie die Tageszeitung – sofort nach der Lektüre im Altpapier.
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