Kreis Lippe. Im Kreis Lippe erhalten immer mehr Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Im Jahr 2021 lag die Anzahl der Leistungsempfänger bei 20.670. Das waren 22,1 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor mit 16.932. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Landesbetriebs Information und Technik (IT.) NRW.
„Ein Pflegefall ist für jede Familie ein schwerwiegender Einschnitt. In dieser Situation unterstützen wir die Pflegebedürftigen und deren Angehörige im Kreis Lippe sowohl bei der Pflege zu Hause als auch im Pflegeheim mit zahlreichen Leistungen. Dazu gehören neben den Geld- und Sachleistungen aus der Pflegeversicherung auch zahlreiche persönliche und digitale Beratungsangebote“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.
69,7 Prozent (14.403) der Pflegebedürftigen wurden im vergangenen Jahr zu Hause gepflegt, 66,9 Prozent (9.636) davon überwiegend von ihren Angehörigen. Lediglich 17,2 Prozent (3.555) der Pflegebedürftigen in Lippe werden in vollstationären Pflegeeinrichtungen betreut.
„Ohne Angehörige wäre die Pflege nicht leistbar. Mit häuslicher Pflege ermöglichen pflegende Angehörige es den Pflegebedürftigen, zu Hause wohnen zu bleiben, ihr soziales Umfeld und eine möglichst selbständige Lebensführung zu erhalten“, so Wehmhöner. Die Pflegekassen unterstützen dabei zum Beispiel mit der Zahlung von Pflegegeld oder Leistungen ambulanter Pflegedienste.
„Außerdem helfen die Pflegeberater, die häusliche Pflege zu organisieren und unterstützen bei der Suche nach individuellen und wohnortnahen Lösungen. Vom Antrag auf einen Pflegegrad über Hilfsmittel bis hin zu Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen“, so Wehmhöner. Die Beratung findet telefonisch, im Hausbesuch und auch digital statt. (lwz)