Symbolbild. Foto: Pixabay

Rheda‑Wiedenbrück. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft hat ein bislang unbekannter Täter am Sonntagabend, 26. April, Steine auf vorbeifahrende Fahrzeuge auf der Autobahn A2 bei Rheda‑Wiedenbrück geworfen. Dabei seien ein Fahrzeug schwer und zwei weitere leicht beschädigt worden. Verletzte habe es nach derzeitigem Stand nicht gegeben.


Wie die Ermittler mitteilten, habe sich der unbekannte Mann gegen 19.10 Uhr im Bereich einer Öffnung in einer Lärmschutzwand über der A2 aufgehalten. Unterhalb der Autobahn verlaufe dort ein Fuß‑ und Radweg, der die Neuenkirchener Straße mit der Hauptstraße in Rheda‑Wiedenbrück verbinde. Von dort aus habe der Täter mit zwei faustgroßen Steinen auf Fahrzeuge geworfen, die in Fahrtrichtung Dortmund unterwegs gewesen seien.

Demnach sei zunächst ein Audi Q7 unterhalb des Beifahrerfensters getroffen worden. Der 35‑jährige Fahrer aus Duisburg habe den Vorfall unverletzt überstanden. Kurz darauf sei ein VW Golf frontal auf der Motorhaube getroffen worden. Der 46‑jährige Fahrer aus Sankt Augustin habe daraufhin nach rechts gelenkt und sei mit der Schutzplanke kollidiert. Auch er sei unverletzt geblieben.

Ein weiteres Fahrzeug, ein Audi A1 Sportback, sei anschließend über einen der Steine gefahren. Dabei sei das Vorderrad beschädigt worden. Die 32‑jährige Fahrerin aus Freudenberg habe ebenfalls keine Verletzungen erlitten. Alle beteiligten Fahrzeugführer hätten ihre Autos auf dem Seitenstreifen anhalten können.

Ein Fahrer habe angegeben, dass es sich bei dem Steinewerfer um einen dunkel gekleideten Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren gehandelt habe.

Nach kriminalfachlicher Bewertung habe die Staatsanwaltschaft Bielefeld die Tat als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Daraufhin habe eine Mordkommission der Polizei Bielefeld unter der Leitung von Kriminaloberkommissar Philipp Schröder die Ermittlungen übernommen.

Die Ermittler bitten um weitere Zeugenhinweise. Wer Angaben zur Tat, zum gesuchten Täter oder zu einer verdächtigen Person im Bereich der Unterführung machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0521/545‑0 bei der Mordkommission zu melden.