Mittelalterliches Treiben vor beeindruckender Kulisse: Beim „Brimborium“ wird die Burg Horn drei Tage lang zur lebendigen Zeitreise. Foto: Manfred Hütte

Horn-Bad Meinberg. Die Burg Horn wird von Freitag, 12. Juni, bis Sonntag, 14. Juni, erneut zur Bühne mittelalterlicher Kultur: Das „Brimborium“ präsentiert sich in diesem Jahr größer, vielseitiger und erstmals im Juni. Der Wechsel vom traditionellen Novembertermin verleihe dem Fest laut Veranstalter eine neue Leichtigkeit und eröffne zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten rund um die historische Anlage.


Erstmals übernimmt Lippes Landrat Meinolf Haase die Schirmherrschaft. Gleichzeitig wächst das Gelände hinter der Burg: Neun historische Heerlager schlagen auf dem Burgwall ihre Zelte auf und bieten Einblicke in germanische, sächsische und nordische Lebenswelten. Beteiligt sind Hus Rhabarn, Bockwidderson, Fallhoefnir Klan, der Bund freier Ritter vom Orden der Rose, die Wölfe Ragnaröks, Mulnheimer, das Heerlager Fuchsbau, Voltanis Draconis sowie die Freie Ritterschaft Liborius.

Schaukämpfe, Handwerksvorführungen und lebendige Darstellungen machen diesen Bereich zu einem zentralen Erlebnisraum. Ein besonderer Programmpunkt ist eine Gerichtsverhandlung mit Urteilsvollstreckung im Rittersaal, die humorvolle und schauspielerische Elemente mit mittelalterlicher Strenge verbindet. Zudem lädt das Burgmuseum in unmittelbarer Nähe mit Exponaten zur Stadtgeschichte ein.

Musikalisch prägt die lippische Band „Seinerzeit“ das Fest und stellt erstmals ihren eigens komponierten Song „Brimborium“ vor. Ergänzt wird das Programm durch Saltatio Draconum, das Duo Sandwitch, Forzarello, Rabenfeuer sowie weitere Musiker und Gaukler, die mit Sackpfeifen, Trommeln, Folk, Feuershows und artistischen Einlagen für ein dichtes Kulturangebot sorgen.

Während „Seinerzeit“ Themen von Abenteuern bis hin zu mystischen Wesen und Gegenwartsstoffen aufgreift, steht Saltatio Draconum – seit über zehn Jahren aktiv – für markante Klänge mit Marktsackpfeifen und Trommeln, unter
anderem beim „Drachentanz“. Bereits am Freitag beginnt der Marktaufbau, der als Geheimtipp gilt: Besucher können das Gelände bei freiem Eintritt in ruhiger Atmosphäre erkunden.

Am Samstag und Sonntag liegt der Eintritt bei 4 Euro für Erwachsene, während Kinder und Gäste in historischer Gewandung freien Zugang erhalten. Mehr als 30 Händler und Stände werden erwartet. Parallel belebt ein verkaufsoffener
Sonntag die Innenstadt.

Ein großer privater Flohmarkt in der Burgstraße, organisiert vom TV Horn-Bad Meinberg, sowie ein gewerblicher Markt von Krencky’s Märkten bis zum Marktplatz sorgen für zusätzliche Besucherströme. Ein Höhepunkt ist das mittelalterliche Gelage am Samstag, 13. Juni, ab 19.30 Uhr in der Burgscheune.

In der Rolle des Grafen Bernhard III. lädt Sebastian Delius zu einem opulenten Festmahl, das an die Sage der Schlachtschwertierer anknüpft. Mit Herold, Mundschenk, Vorkoster, Trinkspruch-Orator, Musik und Gaukelei entsteht ein atmosphärisch dichtes Erlebnis. Plätze sind weiterhin buchbar, die Speisekarte ist bereits veröffentlicht.

Auch organisatorisch bringt das Jahr 2026 Neuerungen: Mit Hans Wiese übernimmt erstmals ein neuer Marktmeister die Leitung. Er setzt auf Authentizität und eine stimmige Gesamtinszenierung. Weitere Informationen sind auf der Veranstaltungs-Homepage abrufbar.