Lemgo. Drei außergewöhnlich heiße Tage haben das diesjährige Strohsemmelfest in der Alten Hansestadt Lemgo geprägt. Temperaturen von teils knapp 40 Grad stellten Veranstalter, Mitwirkende und Besucher vor große Herausforderungen und sorgten zugleich für Absagen und Programmänderungen. Dennoch zog es zahlreiche Familien und Gäste in die Innenstadt sowie in den Abteigarten.
Ein deutliches Zeichen für die Auswirkungen der Hitze setzte die Freiwillige Feuerwehr Lemgo: Sie sagte ihren ursprünglich geplanten „Tag der offenen Tür“ am Sonntag im Vorfeld ab. Als Grund wurde neben der extremen Witterung vor allem die notwendige Einsatzbereitschaft genannt.
Auch insgesamt blieb der große Besucheransturm in diesem Jahr aus: Die hohen Temperaturen hielten viele Menschen offenbar davon ab, sich länger in der Innenstadt aufzuhalten. Dennoch bot das Festprogramm an verschiedenen Orten ein abwechslungsreiches Bild.
Im Bereich Ostertor präsentierte sich die Gruppe „Die Lipper“ mit Traktoren und Nutzfahrzeugen und gab Einblicke in ihre Arbeit. Wenige Häuser weiter feierte Ursula Kaminsky mit ihrem Geschäft „Steinzeit“ ihr 20-jähriges Jubiläum. Neben einem Preisnachlass von 20 Prozent wurden dort vor allem kühle Getränke stark nachgefragt.
Auf dem Marktplatz standen musikalische Darbietungen im Mittelpunkt. Die Musikfreunde Schwelentrup traten mit 36 Musikern auf und sorgten für die passende festliche Atmosphäre. Parallel dazu bot ein Gemeinschaftsstand der Bäckereien Güttge, Strate und Meffert die namensgebende „Lemske Strohsemmel“ an. Die Backwaren wurden für einen guten Zweck verkauft: Der Erlös soll laut Karolin Saak, Geschäftsführerin von Lemgo Marketing, der Tafel zugutekommen.
Ein besonderer Publikumsmagnet war der Auftritt von „Dr. Musikus“. Mit seinem rollenden „größten Ein-Mann-Orchester“ begeisterte er die Zuschauer auf dem Marktplatz mit einer Mischung aus Musik, Feuerwerk und Seifenblasen.
In den Abendstunden verlagerte sich das Geschehen traditionell in den Abteigarten. Dort zog es viele Besucher zu Wein und kulinarischen Angeboten. Auffällig war allerdings, dass insbesondere Gäste von außerhalb den italienischen Stand vermissten. Die Hoffnung, dass dieser künftig wieder Teil des Festes sein werde, wurde von vielen geäußert.
Trotz der extremen Hitze waren auch einige Kunsthandwerkerstände im Abteigarten vertreten. Insgesamt drehte sich das Fest, wie gewohnt, um die kulinarische Spezialität der Region: die „Lemske Strohsemmel“, die erneut im Mittelpunkt stand.







