Der Schriftzug vor dem Kurhaus soll am Wochenende leuchtend erstrahlen: (auf der Bank sitzend von links) Arthur Gerstenberg, Rüdiger Quent, Julian Hausmann und Stephan Gehrmann haben die Buchstaben und die Halter hergestellt. Dahinter (von links) freuen sich Thomas Metz (Lebenshilfe), Bürgermeister Dirk Tolkemitt, Maximilian Seidel und Stefanie Kleine (Lebenshilfe) sowie Francessca Ruckow (Stadt Bad Salzuflen). Foto: Reiner Toppmöller

Bad Salzuflen. Eigentlich sollten sie in diesem Jahr an zwei Tagen zur „Nacht der 10.000 Kerzen“ ihre Premiere erleben: Doch durch die Teilabsage wegen zu erwartenden schlechten Wetters werden die beiden neuen Lichtschriftzüge jetzt nur einmal zu sehen sein.


Beeindruckend steht der Schriftzug „Nacht der 10.000 Kerzen“ bei der Vorstellung vor dem neuen Kurhaus, fast über die gesamte Breite des Treppenaufgangs (rund einen Meter), 1,50 Meter hoch und aus vier Millimeter dickem Stahl. Ein paar Meter weiter ist ein zweiter, mindestens genauso beeindruckender, mit „Bad Salzuflen“ versehen, zu bestaunen.

Die Metall-Schriftzüge und die dazu gehörenden magnetischen Kerzenhalter wurden in Präzisionsarbeit in den Werkstätten der Lebenshilfe Detmold gefertigt. Bereits bei Tageslicht locken sie die ersten Besucher im Kurpark zum Fotografieren an.

„Ein großes Lob an die Lebenshilfe, die es geschafft hat, in so kurzer Zeit das alles zu fertigen. Dies zeigt auf wunderbare Weise, wie Teilhabe und inklusives Handwerk im Alltag wertvolle Beiträge für die gesamte Stadtgesellschaft leisten. Es ist für uns auch eine gute Botschaft nach außen, dass die Stadt auf dieser Basis Partner gefunden hat, auf die man sich verlassen kann. Das Ergebnis verbindet langlebiges Handwerk mit nachhaltiger Eventgestaltung und gelebter Inklusion“, sagte Bürgermeister Dirk Tolkemitt bei der Vorstellung der Schriftzüge.

Er zeigte sich zudem davon überzeugt, dass dort viele neue Fotomotive entstehen würden, die den Charme der Stadt auch über zahlreiche Social-Media-Auftritte in die Welt tragen könnten. „Bad Salzuflen bietet seinen Gästen nicht nur einen traumhaften Kurpark mit altem Baumbestand zum Erholen, sondern auch eine Vielzahl an schönen Veranstaltungen darin“, fügte er an.
Stephan Gehrmann, der die Arbeit bei der Werre-Lebenshilfe leitete, sagte, dass man die von einer Zeichnung von Francessca Ruckow vom Eventteam der Stadt übernommen habe. Insgesamt hatte die Lebenshilfe nur vier Wochen Zeit. Die Stahlplatten wurden bei einem Partner der Lebenshilfe ausgelasert und stehen auf massiven Bodenplatten. Sie können in den kommenden Jahren immer wieder neu eingesetzt werden.
„Wir haben nicht jedes Jahr so ein Projekt. Das hier zu sehen ist schon schön“, so Maximilian Seidel aus dem Vorstand der Lebenshilfe Detmold, man sei stolz auf diese sichtbare Arbeit. Die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe wurde im vergangenen Jahr begonnen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden Mitglieder der Lebenshilfe beim Entzünden der Kerzen eingesetzt.
Der Aufruf der Stadt nach freiwilligen Helfern für dieses Jahr war indes sehr erfolgreich. „Es gab zuletzt sogar eine Warteliste“, so Francessca Ruckow. Etwa 60 Personen, die für ihren Einsatz freien Eintritt erhalten, werden in diesem Jahr unterstützen, darunter Familien, Anwohner und auch Gäste.