Das Autodach musste abgetrennt werden, um die drei Geschwister aus dem Autowrack zu befreien. Symbolfoto aus dem LWZ-Archiv.

Lage-Pottenhausen/Helpup. Es sind Bilder, die sich den Einsatzkräften und den Eltern wohl tief ins Gedächtnis eingebrannt haben: Am heutigen Sonntagmittag, 13. September, hat sich zwischen Potten­hausen und Helpup ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Drei Geschwister wurden in dem völlig demolierten Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit schwerem technischen Gerät befreit werden. Die Eltern mussten zusehen.


Gegen 12.30 Uhr nahm die Fahrt für die drei Insassen des Audi Q5 ein abruptes und dramatisches Ende. Der Wagen war aus Richtung Helpup unterwegs, als er in einer Linkskurve von der Straße abkam. Das Fahrzeug geriet in den Straßengraben, überschlug sich und prallte schließlich gegen eine Hauswand. Zurück blieb ein total beschädigtes Unfallwrack.

Besonders dramatisch: Bei den Insassen handelte es sich um zwei Brüder und ihre Schwester. Die Eltern fuhren unmittelbar hinter ihren Kindern und mussten den Unfall aus nächster Nähe miterleben.

45 Minuten Kampf um die Befreiung

Für die Einsatzkräfte begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Die drei Geschwister waren im Fahrzeug eingeschlossen und konnten sich nicht selbst befreien. Feuerwehrleute aus Pottenhausen, Lage und Kachtenhausen rückten mit schwerem Rettungsgerät an. Stück für Stück mussten sie das deformierte Fahrzeug öffnen, um Zugang zu den Verletzten zu bekommen.

Rund 45 Minuten dauerte die aufwendige Rettungsaktion, bis alle drei Insassen aus dem zerstörten Audi befreit waren. Für einen der Verletzten wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Er flog den Patienten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Bielefeld. Die beiden anderen Geschwister wurden mit Rettungs­wagen nach Detmold gebracht.

Währenddessen blieb die Helpuper Straße für rund drei Stunden vollständig gesperrt. Hinter den Absperrungen bot sich ein Bild der Zerstörung, während Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ihre Arbeit verrichteten.

Eltern und Anwohner unter Schock

Auch für die Eltern und die Menschen in der unmittelbaren Umgebung war der Einsatz eine außergewöhnliche Belastung. Notfallseelsorger kümmerten sich deshalb vor Ort um die Angehörigen und Anwohner und leisteten psychologische Unterstützung.

Wie es zu dem folgenschweren Unfall kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum der Audi in der Linkskurve von der Fahrbahn abkam und sich anschließend überschlug. Die Helpuper Straße wurde erst nach Abschluss der umfangreichen Rettungs- und Bergungsarbeiten wieder freigegeben.

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