
Kalletal. Jürgen Müller, Ex-Landrat des Kreises Herford und über lange Zeit als zukünftiger neuer Geschäftsführer des MVZ Kalletal gehandelt, ist aus dem Projekt ausgestiegen.
Wie bereits im LWZ-Artikel nach der Sitzung am 8. September vermutet, ist der erzwungene Ratsbeschluss des Kalletaler Bürgermeisters Mario Hecker schuld daran.
Wie Müller nun im LWZ-Interview erklärte, habe er für seinen Einsatz von Anfang an klare Bedingungen gesetzt. Die seien durch den Ratsbeschluss vom 8. September aber nicht mehr gegeben. „Ich hatte andere Vorstellungen. Dieses Projekt braucht eine breite Akzeptanz, die ist aber jetzt nicht mehr gegeben“, so der ehemalige Landrat.
Müller hatte in früheren Gesprächen schon gesagt, dass es einen Konsens zwischen den Parteien und den Ärzten geben müsse. Den sieht er nicht mehr. Er hatte aber auch von Anfang an gesagt, dass er das Projekt MVZ zu groß für eine Gemeinde wie Kalletal halte. Hörbar geknickt betonte er im LWZ-Gespräch, dass für ihn das Thema jetzt erledigt sei. Er wolle dazu auch nichts mehr sagen.
Dies übernimmt nun offensichtlich der Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der Lemgoer SPD, Alexander Baer. In einem Video auf seiner Facebook-Seite, das ihn vor dem MVZ Kalletal zeigt, stellt er sich auf die Seite von Bürgermeister Mario Hecker sowie der Kalletaler SPD und befürwortet den Beschluss der Minderheitsfraktionen. Das ist umso erstaunlicher, da seine Stadt gleichzeitig mit unbesetzten Arztstellen zu kämpfen hat.
Baer stellt sich damit aber auch gegen die Aussagen von Lemgos Bürgermeister Markus Baier, der in der LWZ bereits Stellung zum Kalletaler MVZ bezogen hat. Es stellt sich nun die Frage, warum sich der Lemgoer SPD-Politiker auf die Seite des Kalletaler Bürgermeisters stellt und sich nicht in seiner Stadt für die nötige ärztliche Versorgung einsetzt.






