Bielefeld. Bei einem mutmaßlichen Messerangriff in einer Wohnung An der Pottenau ist am Samstagabend, 19. September, ein 46 Jahre alter Bielefelder lebensgefährlich verletzt worden. Als Tatverdächtigen nahm die Polizei noch während der Fahndung einen 51-jährigen Bielefelder fest. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld stuft die Tat als versuchten Totschlag ein.
Gegen 18.05 Uhr war die Leitstelle der Polizei darüber informiert worden, dass es in einem Mehrfamilienhaus An der Pottenau zu einer Auseinandersetzung mit einem Messer gekommen sein sollte. Als die ersten Polizeikräfte am Tatort eintrafen, waren ein Notarzt und Rettungssanitäter bereits vor Ort. Sie versorgten den 46-Jährigen, der Stichverletzungen erlitten hatte. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen sich vor der Tat drei Personen in der Wohnung eines Familienangehörigen aufgehalten haben: der Wohnungsinhaber, der später lebensgefährlich verletzte 46-Jährige und eine Freundin von ihm. Die ebenfalls 46 Jahre alte Bielefelderin soll zuvor mit dem späteren Tatverdächtigen liiert gewesen sein.
Als der 51-Jährige in der Wohnung erschien, soll er den 46-Jährigen unmittelbar mit einem Messer angegriffen haben.
Nach Angaben von Zeugen verließ der Tatverdächtige anschließend den Tatort mit einem VW Passat. Die Polizei leitete eine Fahndung ein. Erste Ermittlungen führten die Beamten unter anderem zur Bielefelder Wohnung des 51-Jährigen. Dort konnte er gegen 19.25 Uhr im Treppenhaus festgenommen werden.
Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Nach seiner Festnahme verbrachte der 51-Jährige die Nacht im Polizeigewahrsam. Gleichzeitig nahm eine Mordkommission die Ermittlungen auf. Polizeibeamte sicherten am Tatort Spuren und gingen den Umständen der Tat nach.
Die Staatsanwaltschaft Bielefeld bewertete das Geschehen als versuchten Totschlag und beantragte für den 51-Jährigen Untersuchungshaft.
Am Sonntagabend, 20. September, wurde der Tatverdächtige einem Haftrichter des Amtsgerichts Bielefeld vorgeführt. Im Anschluss musste der 51-Jährige die Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt antreten.






