Holzminden. Nach der Messerattacke in Holzminden haben Staatsanwaltschaft und Polizei den Tatvorwurf konkretisiert. Nach aktuellem Ermittlungsstand gehen die Ermittler inzwischen von einem versuchten Totschlag aus.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge waren die Beteiligten unmittelbar vor der Tat in einen verbalen Streit geraten. Im weiteren Verlauf soll das spätere 30-jährige Opfer zunächst einen 26-jährigen Holzmindener mit einem Messer verletzt haben.
Anschließend soll sich ein 28-jähriger russischer Staatsangehöriger aus dem Landkreis Holzminden dem Angreifer genähert und mehrfach auf ihn eingestochen haben. Das Opfer erlitt dabei mindestens vier Messerstiche.
Nach der Tat flüchtete der 28-Jährige zu Fuß in unbekannte Richtung. Im Rahmen der eingeleiteten Fahndung konnten Einsatzkräfte den Tatverdächtigen jedoch in Stadtoldendorf festnehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll er noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden, der über die Anordnung der Untersuchungshaft entscheidet.
Der 26-Jährige wurde am Tatort angetroffen und vorläufig festgenommen. Er wies eine Schnittverletzung am Hinterkopf auf. Nach einer medizinischen Behandlung in einem Krankenhaus sowie dem Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder aus dem Gewahrsam entlassen. Das 30-jährige Opfer befindet sich weiterhin zur Behandlung seiner Verletzungen in einem Krankenhaus.
Für die Spurensicherung sperrten die Ermittler den Bereich zwischen Südstraße und Steinstraße zeitweise ab. Nach Angaben der Polizei bestand für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.






