Für die Stadt Detmold nahmen Jennifer Sonneborn (links), Leiterin des Fachbereichs „Jugend, Schule, Sport“ und Joanna Stöcker (rechts), Leiterin des kommunalen Bildungs- und Präventionsmanagements, die Auszeichnung von NRW-Familienministerin Verena Schäffer entgegen. Foto: Familienministerium NRW/©Rupert Oberhäuser

Detmold/Düsseldorf. Die Stadt Detmold ist von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen als „Familienkommune 2026“ ausgezeichnet worden. Bei einer festlichen Preisverleihung in Düsseldorf erhielt die Residenzstadt den Landespreis in der Kategorie „Familienpolitisches Gesamtkonzept“.


Eine unabhängige Jury aus Vertretenden des Familienministeriums, der Wissenschaft, von Familienverbänden und der Prognos AG würdigte damit das langfristige Engagement der Stadt für Kinder, Jugendliche und Eltern.

Bürgermeister Frank Hilker sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses: „Familienfreundlichkeit ist bei uns kein kurzfristiges einzelnes Projekt, sondern fest in unserer städtischen DNA verankert.“ Die Stadt werde den eingeschlagenen Weg mit Projekten wie der Geschenkserie „Detmold und Du“ konsequent fortsetzen.

Eine Anlaufstelle für alle Belange: Der Familien.Info.Treff (F.I.T) bündelt Beratung und präventive Dienste wie zum Beispiel Angebote der Familienhebamme, Frühe Hilfen und Familienlotsinnen. Foto: Stadt Detmold

Unter dem Motto „Ein Zuhause. Für Familien“ zeichnet das Land Kommunen aus, die die Lebensbedingungen von Familien nachhaltig verbessern. Die Jury überzeugte in Detmold insbesondere die Verbindung aus einer lückenlosen Präventionskette, einer langjährigen Sozialraumorientierung und niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten. Dazu zählt der Familien.Info.Treff (F.I.T), in dem Beratung, Familienhebammen, Frühe Hilfen und Familienlotsinnen gebündelt werden. Mit dem F.I.T-Mobil werden die Angebote zudem direkt in die Stadtteile gebracht.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer bedarfsgerechten Förderung in den einzelnen Ortsteilen. Besonders belastete Quartiere erhalten gezielt zusätzliche Mittel. Gleichzeitig setzt die Stadt auf Beteiligung junger Menschen: Über die Kinder- und Jugendservicestelle PUB.I.T, Bürgermeistersprechstunden und einen Jugendfonds mit Förderungen von bis zu 500 Euro können Kinder und Jugendliche eigene Projekte verwirklichen.

Die 2025 geschaffene Kinder- und Jugendservicestelle PUB.I.T verbindet Information, Beratung und Beteiligung für junge Menschen. Foto: Stadt Detmold

Hilker betont zudem die wirtschaftliche Bedeutung der Familienfreundlichkeit. Gute Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebote machten Detmold zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort und erhöhten die Chancen, junge Menschen nach Ausbildung oder Studium dauerhaft in der Stadt zu halten.

Den Preis nahmen Jennifer Sonneborn, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Schule, Sport, sowie Joanna Stöcker, Leiterin des Kommunalen Bildungs- und Präventionsmanagements, von NRW-Familienministerin Verena Schäffer entgegen. Sonneborn bezeichnete die Auszeichnung als Ergebnis einer gemeinsamen Leistung von Verwaltung, Kitas, Schulen, freien Trägern, Vereinen und zahlreichen Engagierten in der Stadtgesellschaft.

Neben Detmold wurden in diesem Jahr auch die Städte Bochum, Dortmund, Düsseldorf und Krefeld sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis ausgezeichnet. Familienministerin Verena Schäffer hob hervor, wie wichtig das unmittelbare Lebensumfeld für die Entwicklungs- und Teilhabechancen von Kindern sei. Bürgermeister Frank Hilker wertete die Ehrung als weitere Auszeichnung mit Strahlkraft weit über Detmold und den Kreis Lippe hinaus.