Schüsse in Nienburg: Mann stirbt im Kugelhagel – Polizistin schwer verletzt

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Symbolbild. Foto: Pixabay

Kreis Lippe/Nienburg. Bei einem Großeinsatz der Polizei wurden am Vormittag des Ostersamstags, 30. März, in der Nienburger Innenstadt ein 46-jähriger Mann tödlich und eine 45 Jahre alte Polizeibeamtin schwer verletzt.

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Die Polizei war gegen 9.55 Uhr alarmiert worden, weil in der Friedrichstraße ein in Tatortnähe wohnhafter 46-Jähriger nach der ersten Meldung seine 40-jährige Freundin bedroht hatte.

Während des darauffolgenden längeren Polizeieinsatzes, an dem auch Hundeführer beteiligt waren, kam der Mann den mehrfachen polizeilichen Aufforderungen zur Deeskalation der Lage nicht nach. Er griff stattdessen die Beamten und auch einen Diensthund, der dadurch verletzt wurde, mit einem Messer an. In der Folge kam es zu mehreren Schussabgaben durch die Polizisten, wodurch der Angreifer tödlich verletzt wurde.

Eine Polizistin wurde bei dem Einsatz der polizeilichen Schusswaffen schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Wie genau die Beamtin verletzt wurde, wird jetzt Gegenstand der umfangreichen Ermittlungen sein. Diese werden aus Neutralitätsgründen nicht von der am Einsatz beteiligten Nienburger Polizei geführt, sondern durch den Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Verden/Osterholz übernommen.

Die von dem Mann angegriffene Lebensgefährtin wurde körperlich nicht verletzt. Da das Tatgeschehen sich in einem Wohngebiet ereignete, gibt es möglicherweise noch Zeugen der Tat. Die Ermittler bitten Menschen, die die Tat beobachtet haben, sich bei der Polizei in Verden unter der Telefonnummer 04231/8060 zu melden.

Die Ermittlungen zu der Aufklärung der Geschehnisse dauern weiter an. Bei Rückfragen steht die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Verden, sowie der Polizeiinspektion Verden/Osterholz zur Verfügung. (lwz/Polizei Nienburg/Schaumburg)