#LEBEN: Fazit der Aktionswoche der Polizei Bielefeld

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Symbolbild: Pexels/Markus Spiske

Kreis Lippe/Bielefeld. In der zurückliegenden Woche, vom Montag, 25. März, bis zum Freitag, 29. März, führte die Polizei Bielefeld die Aktionswoche #LEBEN durch. In dieser wurde zum einen an verschiedenen Kontrollstellen regelwidriges Verhalten geahndet. Zum anderen kamen sie an Informationsständen mit vielen Verkehrsteilnehmern über häufige Unfallursachen ins Gespräch. So konnten verkehrsunfallpräventive Hinweise und Tipps ausgetauscht werden. Immer dabei: der #LEBEN.

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Ziel der Aktionswoche ist es, bei Verkehrsteilnehmenden das Bewusstsein für die eigene Verantwortung im Straßenverkehr zu stärken. Hierdurch lässt sich die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr nachhaltig reduzieren. Sämtliche Maßnahmen wurden medienwirksam begleitet – in der Presse, in den sozialen Medien und in der Reihe „Dringend Hörverdächtig“ von Radio Bielefeld.

Zu Beginn der Woche hatten die Polizisten tatkräftige Unterstützung der kleinsten Verkehrsteilnehmer. Am Wellbach verteilten Kindergartenkinder Lob- und Dankzettel mit traurigen und lachenden Smilyes an Autofahrer, je nachdem, ob sie zu schnell oder mit angepasster Geschwindigkeit an ihrem Kindergarten vorbeifuhren. Nur eine Autofahrerin war etwas zu schnell unterwegs. Sie zeigte sich sehr einsichtig. Viele Autofahrer freuten sich über die Aktion und das Lob, das sie bekamen, weil sie sich an die vorgeschriebenen 30 km/h hielten.

Am Dienstag standen die Beamten der Verkehrsunfallprävention am Kreuzungsbereich Oelmühlenstraße/Teutoburger Straße. Hier ereignete sich im Oktober 2023 ein Verkehrsunfall, als ein Pkw-Fahrer nach rechts abbiegen wollte und dabei eine Kollision mit einer geradeaus fahrenden Radfahrerin verursachte . Bei diesen Abbiegeunfällen und den zugrundeliegenden Verkehrsverstößen spielt der tote Winkel eine große Rolle. Die polizeilichen Verkehrssicherheitsberater sprachen mit den Rad Fahrenden über ihre Erfahrungen und gaben Tipps, wie sie für Pkw- und Lkw-Fahrer besser sichtbar sind.

Beamte des Verkehrsdienstes postierten sich am Mittwoch auf der Engerschen Straße vor einer Kindertagesstätte, dort ist als zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h vorgeschrieben. Ziel dieser Aktion war es, Kontrollen zum Thema Ablenkung durch die Benutzung von Handys, zur Gurtpflicht, dem ordnungsgemäßen Anlegen der Rückhalteeinrichtungen für Kinder und der nicht angepassten Geschwindigkeit durchzuführen. Es konnten verschiedene Verkehrsverstöße festgestellt werden. Elf Autofahrer waren mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Sieben davon waren mehr als 16 km/h zu schnell.

Am Donnerstag wanderten die auffälligen Buchstaben der Aktionswoche #LEBEN an die Ravensberger Straße. Beamte der Verkehrsunfallprävention trafen an der Fahrradstraße auf einige Radfahrer, Fußgänger und auch E-Scooter-Fahrer. Schnell kamen sie mit den Verkehrsteilnehmern ins Gespräch und gaben ihnen hilfreiche Tipps.In der Aktionswoche lag ein besonderes Augenmerk auf dieser Zielgruppe: Die sogenannten „schwachen“ Verkehrsteilnehmer sind im Verkehr besonders gefährdet, da sie über keine „Knautschzone“ verfügen und Unfälle daher häufig mit schweren Verletzungen einhergehen.

Den Abschluss der Aktionswoche bildete der „Carfreitag“. Traditionell trifft sich an diesem Tag die sogenannte „Poser- und Tuner-Szene“. Gemeinsam mit Sachverständigen nahmen Beamte des Verkehrsdienstes modifizierte Fahrzeuge mit Sonderausstattungen und hochpreisigen Serienmodelle genaustens in Augenschein. Sieben Pkw und ein Motorrad stellten die Beamten sicher. Die Harley Davidson und zwei Pkw waren zu laut, an fünf Pkw reichte die Bodenfreiheit nicht aus.

Somit waren sie nicht mehr verkehrssicher. Bei der Sicherstellung eines Fahrzeuges kam es zu Handgreiflichkeiten, da der Fahrer mit den polizeilichen Maßnahmen nicht einverstanden war. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Widerstand gegen Polizeibeamte. Bei den Geschwindigkeitsmessungen an diesem Tag war trauriger Spitzenreiter ein 31-jähriger Bielefelder, der mit seinem Audi R8 mit 155 km/h auf der Herforder Straße bei erlaubten 50 km/h gemessen wurde. Ihn erwartet ein Bußgeld von etwa 800 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.

Die Polizei Bielefeld zieht nach dieser Aktionswoche eine positive Bilanz. Viele Verkehrsteilnehmer zeigten sich aufgeschlossen und kamen gerne mit den Beamten über Unfallursachen ins Gespräch. Auch diejenigen, die bei Verkehrsverstößen sanktioniert wurden, zeigten sich in der Regel einsichtig und gelobten ein in Zukunft verantwortungsvolleres Verhalten im Straßenverkehr.

Durch die medienwirksame Begleitung konnte eine große Zielgruppe angesprochen werden. Damit ist die Aktionswoche ein voller Erfolg und ganz im Sinne des Leitgedankens der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit in Bielefeld: Das #LEBEN von Verkehrsteilnehmern und Unbeteiligten zu schützen.

Denn im Straßenverkehr eint uns alle eins: Ein Ziel. Ankommen. #LEBEN. (lwz/Polizei Bielefeld)