Anschlag in Herford? „Stevia“-Bar in Flammen

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Symbolbild: Adobe Stock

Herford. In der Herforder Innenstadt, an der Steinstraße, ist ein Gebäude, in dem sich unter anderem die „Stevia“-Bar befindet, nach einem Feuer bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Ursache des Brandes ist derzeit unklar. Einen Anschlag will die Polizei nicht ausschließen.

Die Bielefelder Polizei hat den Einsatz übernommen, hat alle verfügbaren Kräfte in den Einsatzraum entsandt und ermittelt in alle Richtungen. Die Feuerwehr ist ebenfalls vor Ort. Der angrenzende Platz Gänsemarkt wurde geräumt, der Einsatzraum ist weiträumig abgesperrt.

Nach Zeugenhinweisen soll es mindestens eine Explosion gegeben haben. Dies kann die Polizei bislang nicht bestätigen, aber auch nicht ausschließen. Verletzte sind der Polizei bislang nicht bekannt.

„Bitte folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort. Meiden Sie den Einsatzort, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern“, betont die Polizei Herford. „Wir bitten, uns sofort über verdächtige Gegenstände und Personen zu informieren. Wir gehen jedem Hinweis nach, der mit dem Brand in Verbindung stehen könnte“, heißt es weiter.

Bericht über möglichen Brandanschlag

Laut Bild-Zeitung besteht die Möglichkeit eines gezielten Brandanschlages. So habe es kurz nach 11 Uhr zwei massive Detonationen gegeben, sogar Gullydeckel seien aus der Verankerung geflogen. In dem Bericht heißt es zudem, dass ein Mann vom Tatort geflüchtet sein soll. Auch ein Polizeihubschrauber kreise über der Einsatzstelle und suche offenbar nach einem Tatverdächtigen.

Ein Indiz dafür seien schwerbewaffnete Elitepolizisten, die momentan das Gebäude umstellten. Da sich das Lokal in der Nähe des Bahnhofs befinde, sei auch die Bundespolizei im Einsatz. Am Nachmittag habe die Polizei bestätigt, dass kurz nach den Detonationen starker Benzingeruch rund um die Bar in der Luft gelegen habe. (lwz/Polizei Herford)