Großbrand in Bielefeld: Westfalen-Blatt-Gebäude fällt Flammen zum Opfer [Update]

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Symbolbild. Foto: Adobe Stock

Bielefeld. In Bielefeld-Schildesche zieht aufgrund eines Großbrandes starker Rauch über den Stadtteil. Die Feuerwehr warnt die Anwohner, Fenster geschlossen zu halten.

Das Feuer betrifft das Verlagsgebäude des Westfalen-Blattes an der Sudbrackstraße, zu dem die Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen, 7. Juli, alarmiert wurde. Ein Großeinsatz mit 220 Einsatzkräften, darunter auch Kräfte aus den Kreisen Lippe und Gütersloh, ist aktuell im Gange.

Das Feuer war im hinteren Teil des Gebäudes ausgebrochen und schlug durchs Dach des Verlagshauses. Laut der Feuerwehr habe das Haus aufgrund seines Alters keine Brandmauern, die das Feuer hätten aufhalten können. Das Dach des Gebäudes sei auf einer großen Fläche durchgebrannt und mittlerweile eingestürzt, berichtet das Westfalen-Blatt. Auf fünf Drehleitern werde versucht, das Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile zu verhindern.

Den Informationen der Bild-Zeitung nach, musste ein Löschtrupp, der sich unter Atemschutz im Gebäude befand, um nach dem Brandherd zu suchen, dieses fluchtartig verlassen. Brennende Deckenteile seien herab gestürzt. Die Einsatzkräfte konnten sich laut Bild-Bericht im letzten Moment vor herabstürzenden Fragmenten in Sicherheit bringen.

Verlagshaus wohl nicht mehr zu retten

Die Neue Westfälische berichtet zudem, dass damit zu rechnen sei, dass das gesamte Gebäude den Flammen zum Opfer fallen werde. Redakteure, die dort arbeiteten, stünden bestürzt und mit Tränen in den Augen vor dem brennenden Gebäude. In dem Verlagshaus sind Redaktion, Geschäftsführung, Personalabteilung, Anzeigenaufnahme und die EDV untergebracht.

Chefredakteur Ulrich Windolph erfuhr die schreckliche Nachricht demnach im Urlaub in Tirol. Das Gebäude stehe aufgrund des massiven Löscheinsatzes unter Wasser. Er hoffe, dass niemand zu Schaden gekommen sei, erklärt Windolph gegenüber der Neuen Westfälischen. Ob das Westfalen-Blatt am Montag erscheinen könne, müsse sich zeigen.

Krankenhaus muss Lüftung umstellen

Die Rauchwarnung, die zunächst nur für die nähere Umgebung galt, wurde im Laufe des Vormittags auf weitere Gebiete im Norden Bielefelds ausgeweitet. Im Johannesstift wurde die Lüftung umgestellt, um die Patienten zu schützen.

Keine Verletzten

Die Straßen in der Nähe des Brandortes sind gesperrt, und der Busverkehr ist beeinträchtigt. Laut des Westfalen-Blatt-Berichtes sei davon auszugehen, dass die Löscharbeiten noch den gesamten Tag andauern werden. Nach aktuellen Erkenntnissen gibt es keine Verletzten, und es wird auch niemand vermisst.