Beim Zusammenstoß von Auto und Fahrrad bekommt in der Regel der Radler die Verletzungen ab. Der Anstand und die natürliche Empathie, über die jeder Mensch verfügen sollte, verbietet es, sich aus dem Staub zu machen und das Unfallopfer seinem Schicksal zu überlassen. Deshalb wird das Delikt „Unfallflucht“ auch hart bestraft.  Symbolfoto: Adobe

Kreis Lippe. Die Polizei wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass Unfallflucht kein Kavaliersdelikt und keine Bagatelle ist. Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, eine saftige Geldstrafe, Führerscheinentzug oder Fahrverbot, Regressforderung der KFZ-Haftpflichtversicherung, drei Punkte in Flensburg: Die Folgen für den Unfallflüchtigen sind erheblich; abhängig davon, ob es sich um einen Parkplatzrempler oder das Türmen nach einem Unfall mit Personenschaden handelt.


Und trotzdem stellen die Ordnungshüter in diesem Deliktbereich eine Zunahme an Fällen fest. Ein Beispiel ist der gestrige Montag, 1. Juni: Drei Mal suchten Fahrer im Lipperland an diesem Tag das Weite, nachdem sie einen Unfall verursacht hatten. In Extertal-Asmissen kam es gegen 16.15 Uhr an der Kreuzung Barntruper Straße/Breslauer Straße zu einem Verkehrsunfall. Ein unbekannter Pkw bog plötzlich nach rechts in die Breslauer Straße ab und kollidierte mit einem 57-jährigen Radfahrer, der daraufhin stürzte. Der Autofahrer entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort. Der Radfahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Klinikum gebracht. Hinweise zu dem flüchtigen, vermutlich schwarzen Fahrzeug, nimmt das Verkehrskommissariat unter (05231) 6090 entgegen.

In Bad Salzuflen wollte ein 10-jähriges Mädchen in der Straße Wasserfuhr gegen 17:50 Uhr den Fußgängerüberweg in Richtung Lohhofstraße überqueren. Ein Fahrzeug von links hielt bereits am Überweg. Als das Mädchen mit ihrem Fahrrad losfuhr, überholte ein weiteres Fahrzeug das stehende Auto und fuhr am Fußgängerüberweg vorbei. Dabei streifte das Fahrzeug das Fahrrad des Mädchens. Das Mädchen blieb unverletzt. Der helle Kleinwagen entfernte sich unerlaubt vom Unfallort und bog in die Feldstraße in Richtung Schötmar ab. Zeuginnen und Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich unter (05231) 6090 zu melden.