Damit das Wasser zwischen der Berlebecke und dem Friedrichstaler Kanal auch in Zukunft richtig fließt, wird ein neues Zuleitungsbauwerk mit einem sogenannten Drosselschieber gebaut. Foto: Karen Hansmeier

Detmold. Spaziergänger und Radfahrer beobachten seit Mitte Februar Erdarbeiten, Gehölzschnitt und den Bau einer „Brücke“ am beliebten Rad- und Fußweg an der Berlebecke unterhalb der „Unteren Schanze“ nahe der Oberen Mühle – und viele fragen sich, was genau dort eigentlich entsteht. Des Rätsels Lösung: Stadt Detmold optimiert die Wasserführung zwischen Berlebecke und Friedrichstaler Kanal.


Um die Abflussverteilung zwischen der Berlebecke und dem Friedrichstaler Kanal langfristig zu sichern, werde aktuell eine technische Anpassung im Naturschutzgebiet Berlebecke umgesetzt, teilt Torben Gocke von der Pressestelle der Stadt auf eine LWZ-Anfrage mit. Kernstück der Maßnahme ist nach Angaben der Stadt ein neues Zuleitungsbauwerk mit einem Drosselschieber, das auch bei Niedrigwasser an Trockenwettertagen einen ausreichenden Zufluss zum Absetzteich und damit in den Friedrichstaler Kanal garantiert.

Vom Teich aus leiten zwei Abläufe das Wasser unterhalb der Oberen Mühle weiter. Zusätzlich wurde am rechten Ufer der Berlebecke ein Baumstamm als Strömungslenker verankert. Er sorgt dafür, dass die Hauptströmung sowie der natürliche Geschiebetrieb erhalten bleiben und möglichst wenig Sediment in den Absetzteich fließt.

Für den Bau musste eine provisorische Zufahrt zur Baustelle über die Berlebecke eingerichtet werden. Dafür wurden große Rohre in den Bach gelegt und mit Schotter bedeckt – so entstand eine einfache, befahrbare „Brücke“. Eine naturschutzrechtliche Prüfung ergab, dass dieser provisorische Übergang die schonendste Möglichkeit für die Baustellenzufahrt darstellt. Da sie im Naturschutzgebiet Berlebecke liegt, wurde sie von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt. Das Bauwerk selbst erhielt eine eigenständige wasserrechtliche Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde.

Nach Abschluss der Maßnahme, die Ende dieser Woche erfolgen soll, kann die Verrohrung, die bislang den Zufluss zwischen Knochenbach und Friedrichstaler Kanal gewährleistete, dauerhaft zurückgebaut werden. Der bisherige, wartungsintensive Zufluss entfällt damit künftig.